Corona

Witten: Marien-Hospital schließt Pforte für viele Besucher

Das Evangelische Krankenhaus Witten weist seine Gäste  schon am Eingang auf die geänderte Besuchsregelung hin.

Das Evangelische Krankenhaus Witten weist seine Gäste  schon am Eingang auf die geänderte Besuchsregelung hin.

Foto: Jürgen Theobald / Funke Foto Services

Witten  Bis auf die Kinderkliniken und begründete Ausnahmen sind Besuche im Marien-Hospital Witten nicht mehr gestattet. EvK lässt Besuche weiter zu.

Witten. Um Patienten vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen, hat das Marien-Hospital vor einigen Tagen seine Besuchszeiten auf täglich zwei Stunden beschränkt. Jetzt sind dort Krankenbesuche untersagt. Sie sind nur noch in begründeten Einzelfällen und auf den Kinderstationen sowie in der Geburtshilfe erlaubt. Im Evangelischen Krankenhaus (EvK) darf weiterhin jeder Patient einen Gast pro Tag empfangen.

EvK-Verwaltungsdirektorin Ingeborg Drossel zu unserer Redaktion: „Noch lassen wir Besucher herein. Wir haben viele ältere Patienten, die auf soziale Kontakte angewiesen sind." An jedem Morgen treffe sich in ihrer Klinik aber „ein Krisenstab" bestehend aus Chefärzten, der Leitung der Notaufnahme, Hygiene-Fachkräften, Pflegedienst- und Verwaltungsleitung und bespreche die aktuelle Lage.

Das EvK Witten registriert ab sofort jeden Besucher

Im gläsernen Foyer des Krankenhauses kommt am Handdesinfektionsspender niemand vorbei. Drossel: „Wir haben ihn mitten in den Raum gestellt." Neu ist im EvK: Jeder Besucher der Klinik soll jetzt namentlich registriert werden. Notiert wird auch, zu wem jemand im Krankenhaus geht. Erkältete müssen draußen bleiben. Wer Desinfektionsmittel von einer Krankenhaustoilette mitgehen lässt - wie auch im EvK in diesen Tagen schon geschehen - muss mit einer Anzeige rechnen.

Ihr 285-Betten-Haus sei derzeit zu 80 bis 85 Prozent belegt, sagt die Verwaltungsdirektorin. Es gebe zwölf Isolierzimmer im Haus. „Wenn es nötig ist, können wir weitere Zimmer freimachen und Patienten auf andere Stationen verlegen." Corona-Patienten musste das EvK bislang noch nicht behandeln.


Wittener Marien-Hospital hat 59 intensivmedizinische Betten

Auch im Marien-Hopital wird die Lage täglich neu bewertet, betont Theo Freitag, Geschäftsführer der St. Elisabeth Gruppe, zu der auch das Marien-Hospital gehört. „Zum Schutz unserer Patienten tragen Ambulanz-Patienten und Personal den Mund-Nasen-Schutz." In der Klinik stehen 59 intensivmedizinische Betten zur Verfügung. Freitag: „Von den 59 Plätzen sind aktuell 24 für Erwachsene und 35 für Kinder vorgehalten." Bei Bedarf könnten Plätze für Kinder in Plätze für Erwachsene umgewandelt und abgetrennt werden.


Freitag: „Patienten mit einem Corona-Verdacht klingeln zunächst am Empfang und werden dann über eine Ausschilderung außerhalb des Gebäudes zu einem gesonderten Behandlungsbereich geführt." Am Eingang zum Marien-Hospital werden Besucher und Patienten mit mehreren Schildern auf die geänderten Besuchregelungen hingewiesen, auch darauf, wie man sich bei einem Corona-Verdacht zu verhalten hat und wie Hände richtig desinfiziert werden.

„Wir mussten bisher noch keine Operationen absagen"

Bislang laufe der Krankenhausbetrieb in den Kliniken der St. Elisabeth Gruppe unter Berücksichtigung vieler Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Patienten normal weiter, so Freitag. „Wir mussten bisher noch keine Operationen absagen." Auch beim EvK läuft der OP-Betrieb weiter. Verwaltungsdirektorin Ingeborg Drossel: „Nur einige Termine sind bislang verschoben worden."

>>> Weitere Informationen:

Das EvK hat alle Physiotherapie-Termine für ambulante Patienten im Haus abgesagt. Der Friseursalon hat vorübergehend geschlossen. Die Caféteria der Klinik ist nur noch für Mitarbeiter geöffnet.


Besucher, die in die Einrichtungen des Marien-Hospitals kommen, müssen dort einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

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