EN-Kreis

Witten: Kreisdirektor Höller verzichtet auf Vorstellrunde

Paul Höller, 37, ist der neue Kreisdirektor des EN-Kreises.  

Paul Höller, 37, ist der neue Kreisdirektor des EN-Kreises.  

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.  Paul Höller hat seine Arbeit als Kreisdirektor aufgenommen. Warum er auf einen persönlichen Kontakt mit den Mitarbeitern verzichtet.

Paul Höller hat seine Arbeit als Kreisdirektor des EN-Kreises aufgenommen. Der Kreistag hatte den 37-Jährigen im November mit großer Stimmenmehrheit zum Nachfolger von Iris Pott gewählt.

Die 60-jährige Juristin wurde nach 16-jähriger Tätigkeit als Kreisdirektorin in den Ruhestand verabschiedet. Ihr Nachfolger verzichtet angesichts der Coronalage auf eine persönliche Vorstellung bei seinen Kollegen. „Ich kann doch nicht als möglicher Superspreader durch die ganze Verwaltung laufen", so der Wetteraner.

EN-Kreisverwaltung beschäftigt über 1460 Mitarbeiter

Der auf acht Jahre gewählte Kreisdirektor verbringt seine ersten Arbeitswochen daher mit zahlreichen Telefon- und Videokonferenzen, nimmt an Sitzungen des Corona-Krisenstabs teil und bespricht sich mit Landrat Olaf Schade, dessen Stellvertreter er ist. Paul Höller, zweifacher Familienvater, leitet beim Kreis den sogenannten Fachbereich 1. Dazu zählen unter anderem die Bereiche Personal, Recht, Kreistagsbüro und Gebäudemanagement, in denen 135 Mitarbeiter beschäftigt sind. Insgesamt sind bei der Kreisverwaltung über 1370 Mitarbeiter und 93 Auszubildende unter Vertrag.

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Von 2009 bis zu seiner Amtseinführung als Kreisdirektor war Paul Höller als Kreistagsmitglied und Fraktionsvorsitzender der Partei Bündnis 90/die Grünen tätig. Sein erstes politisches Mandat übernahm er mit 21 Jahren in seiner Heimatstadt Wetter, während er in Bochum Politikwissenschaft und Geschichte studierte. Nur wenige Monate zuvor war er den Grünen beigetreten.

Nach seinem Master-Abschluss 2008 arbeitete Höller in Düsseldorf erst als Referent des Landesvorsitzenden von Bündnis 90/die Grünen, dann als Vorstandsreferent. 2013 wechselte er ins NRW-Bildungsministerium, war dort als Referent zuständig für Ganztag, Politische Bildung und Erinnerungskultur.

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