Stadtteil

Witten: Jugendliche vermüllen Gelände an Sporthalle Bommern

Das Sportzentrum des TuS Bommern am Bommerfelder Ring in Witten. Jugendliche haben es seit einigen Monaten zum Treffpunkt erkoren.

Das Sportzentrum des TuS Bommern am Bommerfelder Ring in Witten. Jugendliche haben es seit einigen Monaten zum Treffpunkt erkoren.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  Jugendliche lungern an der Sporthalle des TuS Bommern herum und vermüllen das Gelände. Dagegen wollen Verein und Stadt Witten nun angehen.

Das Problem ist in den Sommermonaten aufgetaucht: Seitdem lungern in den Abendstunden häufig Jugendliche an der Sporthalle am Bommerfelder Ring herum. Was den TuS Bommern vor allem nervt: Sie hinterlassen viel Müll. Deshalb sucht der Verein jetzt mit der Stadt Witten nach Lösungen.

Im Jugendhilfe- und Schulausschuss hatte Dezernent Frank Schweppe die Situation kurz erwähnt. Der Verein hat auf Anfrage bestätigt, dass es ab und zu Ärger gibt. „Der Platz rund um die Turnhalle – im Übrigen städtisches Gelände – hat sich zu einer Art Jugendtreff entwickelt“, so Gerd Abstins. Das wundert den Vorsitzenden des TuS Bommern nicht, schließlich gibt es im Stadtteil keinen entsprechenden Ort für die jungen Leute.

Bis zu 40 Jugendliche halten sich auf dem Gelände in Witten-Bommern auf

Zehn bis 40 Jugendliche hielten sich regelmäßig auf dem Gelände auf. Teils sei es zu „unschönen Sachen“ gekommen, heißt es von Seiten des Vereins. Doch der Vorsitzende möchte mehr dazu nicht sagen. „Wir kennen die und sprechen auch mit denen“, sagt er. Es gehe nicht darum, sie komplett von dort zu verscheuchen. Doch man müsse ja auch dafür sorgen, dass Besucher unfallfrei in die Halle gelangen können und wieder hinaus.

Seit Corona fungierten einige Not- als offizielle Ausgänge, damit sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig begegnen. An einem davon hielten sich die Jugendlichen gerne auf. Wer abends dort herauskommt, trifft also unweigerlich auf die Gruppe. Noch sei alles gut gegangen, ist man beim TuS Bommern froh. Damit das so bleibt, gehe der Verein offensiv an die Sache heran und suche nach Möglichkeiten, um die Situation zu verbessern.

Stadt Witten und TuS Bommern wollen gemeinsam nach Lösung suchen

Am Freitag (30.10.) hat der Verein im Gespräch mit Jugendamtsleiterin Corinna Lenhardt die Lage geschildert. Nun wolle man gemeinsam überlegen, was getan werden könne. In Kürze treffe man sich erneut. Gerd Abstins: „Wir wollen kein Riesen-Fass aufmachen. Wir wollen nur, dass die Jugendlichen da nicht einfach abhängen.“

„Der Polizei ist die Örtlichkeit bekannt“, so Sprecher Marco Bischoff. Anzeigen habe es in Bommern bisher nicht gegeben, höchstens vereinzelte Ansagen. Seit auf dem Rathausplatz in der City eine Jugendgang ihr Unwesen getrieben und dort zuletzt Schaufensterscheiben und die Bushaltestelle zerstört hat, zeige die Polizei „relativ starke Präsenz“ in der gesamten Stadt. „Das wirkt“, sagt Bischoff.

Das merkt auch Sabine Wirths-Hohagen, deren Buchhandlung Lehmkul am Markt im Juni von der Randale betroffen war. „Es sitzen weiterhin viele Jugendliche hier herum. Aber es ist ruhig im Moment.“

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