Antikriegstag

Witten: Gewerkschaften laden zur Antikriegstag-Kundgebung

Auch in diesem Jahr laden DGB und IG Metall wieder zu einer Kundgebung und Gedenkveranstaltung in Witten zum Antikriegstag ein.

Auch in diesem Jahr laden DGB und IG Metall wieder zu einer Kundgebung und Gedenkveranstaltung in Witten zum Antikriegstag ein.

Foto: Archiv:Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.  DGB und IG Metall laden am Montag (31.8.) zu einer Kundgebung zum Antikriegstag auf den Rathausplatz.

Seit 1957 wird am 1. September an die Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkriegs und an die schrecklichen Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnert. Auch zum diesjährigen Antikriegstag laden der Deutsche Gewerkschaftsbund im EN-Kreis und die IG Metall Witten wieder auf den Rathausplatz ein – allerdings bereits am Montag, 31. August.

„Den Schrecken des Krieges zu gedenken ist gerade jetzt aktuell wie nie“, sagt Gewerkschaftssekretär Fatih Ece. Dabei denkt er an die wegen Corona aufkeimende Wirtschaftskrise und die Konflikte an den Außengrenzen Europas, etwa den zwischen der Türkei und Griechenland im Mittelmeer.

Kundgebung in Witten startet um 16.30 Uhr auf dem Rathausplatz

Los geht die Kundgebung um 16.30 Uhr mit Ansprachen und einer musikalischen Lesung von Sven Söhnchen und Björn Nonnweiler. „Warum ich Nazi wurde“ heißt das Buch, aus dem die beiden zitieren. In der Sammlung von Texten, die im Jahr 1934 entstanden sind, beschreiben Menschen, warum sie Mitglied der NSDAP geworden sind. Wiederkehrende Motive sind angeschlagener Nationalstolz, die Angst vor sozialem Abstieg, die Sorge, nicht vorwärtskommen zu können.

„Nie wieder Krieg! In die Zukunft investieren statt aufrüsten!“ lautet das Motto des Antikriegstags in diesem Jahr, 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Denn man erlebe derzeit „eine Spirale der Aufrüstung in vielen Ländern“, so Gewerkschafter Ece.

Gegen 17.20 Uhr machen sich die Teilnehmer der Kundgebung dann gemeinsam auf zum Mahnmal im Lutherpark. Dort wird ein Kranz niederlegt. Es sprechen der Bundestagsabgeordnete Ralf Kapschack und Pfarrer Dr. Horst Hoffmann.

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