Hammerteich

Witten: Entschlammung des Hammerteichs lässt auf sich warten

Der Hammerteich in Witten ist ein gern genutzter Anlaufpunkt, um sich zu erholen. Damit das auch weiterhin der Fall ist, muss aber dringend an der Wasserqualität gearbeitet werden.

Der Hammerteich in Witten ist ein gern genutzter Anlaufpunkt, um sich zu erholen. Damit das auch weiterhin der Fall ist, muss aber dringend an der Wasserqualität gearbeitet werden.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  Blaualgen und Verschlammung. Der Hammerteich in Witten muss derzeit einiges aushalten. Wie geht es weiter und welche Lösungen werden angestrebt?

In den letzten Tagen wurde reichlich Wasser in den Hammerteich gepumpt, um ihn vor dem Umkippen durch Blaualgen zu retten. Doch damit sind nicht alle Probleme gelöst. Auch die Entschlammung des Hammerteichs lässt weiter auf sich warten. Idealerweise wollte die Stadt den ungewollten Dreck schon in diesem Jahr abpumpen – das wird aber nichts. „Der Plan ist, dass wir im Herbst kommenden Jahres damit beginnen. Einen genauen Zeitpunkt können wir aber noch nicht nennen“, sagt Jörg Schäfer, Pressesprecher der Stadt Witten.

Was ist dann der genaue Plan? Das ursprüngliche Konzept, den Schlamm mithilfe eines Schlauchs aus dem Hammerteich in die Ruhr zu pumpen, wird laut Schäfer weiterhin verfolgt. Dafür gab es zuvor schon Kritik – unter anderem von der Interessengemeinschaft Hammerteich. Der Vorwurf: Das Problem würde so nur verlagert. Doch auch bei der Initiative hat man sich mittlerweile damit angefreundet. „Ich folge dem Konzept der Stadt. Es gibt dafür auch einfach keinen Königsweg, der alle zufrieden stellt“, sagt Christoph König, Mitglied der Initiative zur Rettung des Hammerteichs.

Interessengemeinschaft Hammertal aus Witten will Pläne mitgehen

Für den Gewässerspezialisten kann es dabei nicht schnell genug gehen. Schließlich gibt es die Pläne schon seit knapp eineinhalb Jahren. „Wir sollten da gar nicht mehr viel drüber diskutieren, sondern einfach mal anfangen“, hofft er auf einen schnellen Beginn. Doch auch wenn dieser noch in weiter Ferne liegt, will er sich nicht dagegen stellen. „Ich will das sicher nicht boykottieren, sondern den Weg, den die Stadt einschlägt, mitgehen.“

Das Problem am Hammerteich ist kein neues. Bereits seit Jahren schrumpft die Fläche des Teiches durch Schlammablagerungen. Ein weiteres Problem, das bei den warmen Temperaturen in den letzten Tagen und des gesamten Sommers aufgetreten ist, sind, wie bereits berichtet, die Blaualgen. Diese blühen bei dem schönen Wetter regelrecht auf und nehmen dem Teich wichtigen Sauerstoff, der deswegen drohte, umzukippen.

Wasserqualität ist laut der Stadt „aktuell wieder in Ordnung“

Auf Bitte der Entwässerung Stadt Witten (ESW) pumpten die Stadtwerke deshalb Wasser in den Teich – vorerst mit Erfolg. „Die Wasserqualität ist aktuell wieder in Ordnung“, sagt Stadtsprecher Jörg Schäfer. Sollte sich das aber wieder ändern, würde man schnell reagieren und wieder Wasser einpumpen.

Christoph König von der Interessengemeinschaft Hammerteich würde sich dafür eine länger anhaltende Lösung wünschen. „Es wäre gut, wenn man dauerhaft eine Fontäne installieren würde.“ Das Gewässer sei „dicht“ und könnte nur durch externen Wasserzufluss neuen Sauerstoff erhalten. Durch so eine langfristige Installation könne immer wieder Wasser zugeführt werden und man müsse nicht erst warten, bis wieder die große Not ausbricht.

Besucher hoffen, dass der Teich gerettet wird

Grundsätzlich sind sich die verschiedenen Interessensgemeinschaften also einig, dass sich am Hammerteich was tun muss, damit der beliebte Anlaufpunkt im Naherholungsgebiet Hohenstein erhalten bleibt. Aber wie sehen es die Bürger? Am Donnerstag sind zwei Männer mit ihren ferngesteuerten Autos auf der Runde um den Teich unterwegs. Einer ist dafür extra aus Dortmund angereist und sagt: „Es dürfte schon sauberer und grüner sein.“

Auch die beiden Modellliebhaber würden sich wünschen, dass am oder eher im Hammerteich was passiert. „Es ist schon eine wirklich schöne Gegend, der Blick aufs Wasser macht einen aber schon etwas traurig“, sagen sie und hoffen, dass der Teich gerettet wird. Auf die ganz große Lösung müssen aber alle noch mindestens ein Jahr lang warten.

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