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Witten behält seinen beliebten Tummelmarkt

Entspannte Atmosphäre im vergangenen August: Besucher auf dem Tummelmarkt.

Entspannte Atmosphäre im vergangenen August: Besucher auf dem Tummelmarkt.

Foto: Barbara Zabka

Witten.   Im vergangenen Jahr drohte dem Treff rund um den Humboldtplatz das Aus. Doch die beiden jungen Organisatorinnen haben Hilfe gefunden – zunächst.

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Eine gute Nachricht für alle, die gern durchs Viertel bummeln und bunte Buden mögen: Den Tummelmarkt, dem noch im vergangenen Herbst das Aus drohte, wird es auch in diesem Jahr geben – schon am 22. April wieder. Lisa Marie Wagner (26) und Marie Sammet (27) haben es geschafft und ein paar Unterstützer gefunden. Die beiden federführenden Veranstalterinnen sind erleichtert. Denn der Markt ist ihnen inzwischen ans Herz gewachsen.

Seit 2015 hatte sich das Format als beliebtes Freiluft-Ereignis rund um den Humboldtplatz etabliert. Regelmäßig strömten rund 1500 Besucher zum Tummelmarkt, der bereits fünf Mal stattfand. „An Besuchern hat es nie gemangelt“, sagt Marie Sammet. Wohl aber an Geld. Die Förderung, die den Markt einst ermöglicht hatte, ist seit Sommer 2016 ausgelaufen. „Die Kosten für Verwaltungsgebühren, Strom, Wasser und Aufwandsentschädigungen der Künstler sind alleine durch die Einnahme der Standgebühren jedoch nicht zu stemmen.“

Ohne Ehrenamtliche läuft gar nichts

Die beiden jungen Frauen, die in Wetter zusammen zur Schule gegangen sind und die es irgendwann nach Witten verschlagen hat, haben lange überlegt: „Bringen wir tatsächlich die Kraft auf, den Tummelmarkt weiter zu organisieren?“ Denn sie haben das nebenbei gemacht: Lisa Marie studiert, Marie arbeitet seit zwei Jahren als Stadtplanerin. Zum festen Team gehören außerdem Benedikt Reiz und Lea Meyer. Doch auch zu viert gibt’s eine Menge zu tun. Und ohne Ehrenamtliche läuft am Tag des Marktes gar nichts.

Weil es ihnen aber wichtig ist, etwas fürs eigene Umfeld zu tun (auch wenn Marie vor zwei Wochen nach Wuppertal gezogen ist) und den Menschen im eher kleinen Witten einen attraktiven Treffpunkt zu bieten, der sogar Leute von außerhalb anlockt, haben sie Unterstützung gesucht – und gefunden. Bei ersten Gesprächen mit Sponsoren konnten sie kleine Erfolge verbuchen. „Deshalb haben wir uns entschieden, dass der Markt 2017 weiterleben wird“, so Marie Simmet.

Mit etwa 30 Ständen wird der Markt etwas kleiner

Das Möbelhaus Ostermann, Daniel Gewerbeimmobilien und das Stadtmarketing werden ihnen nun teils finanziell, teils organisatorisch ein wenig unter die Arme greifen. „Das ist einfach eine unterstützenswerte Veranstaltung“, sagt Stadtmarketing-Chefin Inge Nowack. „So etwas Vielfältiges und Schönes muss man doch erhalten.“ Dass die Stadt den Tummelmarkt einfach hätte übernehmen können, halte sie nicht für sinnvoll: „Das wäre doch nur ein Abklatsch gewesen. Die Menschen, die ihn jetzt organisieren, leben doch dafür.“

Und so geht der Markt in die dritte Tummel-Saison. Mit etwa 30 Ständen wird er etwas kleiner, aber dafür kostengünstiger sein. Die Standgebühren wurden minimal erhöht – trotzdem sind alle drei Termine für dieses Jahr bereits ausgebucht. Die Besucher erwartet wieder allerlei Handwerkskunst und Köstliches aus der Region. Vielleicht auch im nächsten Jahr?

>> INFORMATIONEN

Der erste Tummelmarkt der Saison findet am Samstag, 22. April (letztes Osterferienwochenende), zwischen 13 und 20 Uhr rund um den Humboldtplatz im Wiesenviertel statt. Weitere Termine zum Vormerken: 15. Juli und 30. September.

Weil Planung und Organisation aufwändig sind, suchen die Veranstalter nach Ehrenamtlichen, die dem Tummelmarkt durch ihr Engagement eine Zukunft geben können. Auch Sponsoren sind gern gesehen. Bei Interesse bitte melden: info@tummelmarkt.de

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