Martin-Luther-Gemeinde

Weihnachtsgalerie sorgte für musikalisches Feuerwerk

Begeisterte Heiligabend im Saalbau: der Chor Stairway, der beim Gottesdienst Weihnachtsgalerie auch die beliebtesten Weihnachtslieder der Wittener sang.Foto:Klaus Pollkläsener/FUNKE Foto Services

Begeisterte Heiligabend im Saalbau: der Chor Stairway, der beim Gottesdienst Weihnachtsgalerie auch die beliebtesten Weihnachtslieder der Wittener sang.Foto:Klaus Pollkläsener/FUNKE Foto Services

Witten.   Die Weihnachtsgalerie der Martin-Luther-Gemeinde sorgte im Saalbau für ein musikalisches Feuerwerk.

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„Begeisterung verbindet“ – unter diesem Motto stehen die Weihnachtsgottesdienste der Martin-Luther-Gemeinde im Saalbau. Die „Oase“ für Familien mit Kindern und die „Galerie“ für die Großen hatte in diesem Jahr eine Reise „Mit leichtem Gepäck“ zum Thema – wie der gleichnamige Silbermond-Song.

Ein besonderes Ereignis am Nachmittag des Heiligen Abends. Schon zum 20. Mal fand dieser kreative und etwas andere Gottesdienst statt. Bei dem Pfarrer Dirk Schuklat einen Blick zurück warf und die Gäste zu einer filmischen Zeitreise einlud.

Nach diesem Ausflug in die Vergangenheit gab es eine kleine Premiere: Die Wittener waren von der Martin-Luther-Gemeinde gemeinsam mit der WAZ aufgefordert worden, ihre Lieblings-Weihnachtslieder zu benennen. Eindeutige Favoriten waren „Last Christmas“, „Stern über Bethlehem“ und „Stille Nacht“. Diese wurden zu Beginn der Weihnachtsgalerie im „Schatten“ eines Mini-Tannenbaums gemeinsam gesungen. Die größte Unterstützung aus dem Saalbau-Publikum gab es für den Chor Stairway und die Solisten Klaus-Dietrich und Meral bei der „Stillen Nacht“.

„Gott meint es gut“

Anschließend startete ein musikalisches Feuerwerk der Weihnachtsgalerie. Die Melodie des Stücks von Marius Müller-Westernhagen „Es geht mir gut“ war Grundlage für den ersten Liedbeitrag mit dem neuen Refrain „Gott meint es gut“. Drei verschiedene Bilder enthüllten Dirk und Sonja Schuklat im Laufe des Nachmittags auf der Saalbaubühne.

Das erste Motiv zeigte drei brennende LED-Kerzen in einem Fenster eines Reihenhauses. Die Geschichte drumherum berichtete vom kollektiven Größenwahn „immer besser und immer mehr zu leuchten“ – bis zum Kollaps eines Kohlekraftwerks. Mit der Botschaft „Wann ist weniger mehr in meinem Leben“ sollte sich jeder Besucher selbst auseinandersetzen. Warum eigentlich reichen uns die vier Kerzen am Adventskranz nicht mehr?

„Masken und Rollen können zur Last werden“

Hände, durch die Sand rieselt, waren das zweite Motiv. Künstlerin Julia Joswig hatte zu diesem Thema eine wunderschöne Leinwand-Performance vorbereitet. Leise ließ sie Sand durch die Finger rieseln, „malte“ und erzählte damit die Weihnachtsgeschichte einmal ganz anders – leicht wie Sand. „Masken und Rollen können zur Last werden. Wer sie abwirft, fühlt sich erleichtert“, appellierte Sonja Schuklat an die Gäste. Man soll so sein, wie man sein möchte, weil man schließlich so ist, wie man ist.

Vom „großen Schweben“ und der „Federleichtigkeit“ handelte das dritte Motiv. Die Magic Academy setzte diese Idee sehr überzeugend mit genialen Zaubertricks in die Realität um – mit leichtem Gepäck eben. „Leicht fühlt sich besser an als schwer“, so Moderator Schuklat.

„Damit ist Entschleunigung, Entlastung und Erleichterung gemeint. Aber für Gott dürfen wir uns ruhig aus dem Fenster lehnen“, so der Geistliche. Und ein Gottesdienst dürfe auch richtig Spaß machen. „Das ist schließlich ein lebendiger Beweis für die Leichtigkeit unseres Glaubens.“

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