Trockenheit

Wasserwerfer der Polizei gießt Straßenbäume in Witten

Die Polizei bewässerte am Montag Straßenbäume und Beete mit dem Wasserwerfer entlang der Wittener Straße in Herbede.

Die Polizei bewässerte am Montag Straßenbäume und Beete mit dem Wasserwerfer entlang der Wittener Straße in Herbede.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.  Die Wasserwerfer der Polizei sind statt bei Demonstrationen zurzeit als Riesengießkannen im Einsatz. Auch Feuerwehr und Stadt wässern kräftig.

Wie ausgetrocknet sind die öffentlichen Grünflächen? Trotz kühler Temperaturen in der letzten Woche und dem kräftigen Regen am Samstag „müsste es mehrere Wochen regnen, bis sich die Lage wieder normalisiert hat“, so die Grünflächenabteilung des Betriebsamtes. Dennoch sehe es im Moment noch recht gut aus: Die Wurzeln älterer Bäume reichen tief genug in den Boden, um auch eine längere Trockenheit zu überstehen. Jüngere Straßenbäume (bis etwa fünf Jahre) müssen dagegen regelmäßig gegossen werden.


Dazu ist der städtische Gießwagen (wie schon in den Vorjahren) täglich unterwegs. Auch die Freiwilligen Feuerwehren rücken in ihren Stadtteilen zu Gießeinsätzen aus. Außerdem ist der Wasserwerfer der Polizei wieder im Einsatz. Das 35 Tonnen schwere blaue Fahrzeug wird normalerweise bei großen Demonstrationen eingesetzt. Die Bilanz des „BO 2“ ist beeindruckend: 9800 Liter wurden in Herbede auf die Bäume an der Zeche-Holland-Straße und Wittener Straße gesprüht. In Bommern flossen im Bereich Alte Straße 5000 Liter und am Bommerfelder Ring/Feuerbachweg 9800 Liter. Entlang der Rosi-Wolfstein-Straße flossen 4500 Liter Wasser. „Wir unterstützen damit die Stadt“, sagt Polizeisprecher Marco Bischoff. „Die Verwaltung nennt uns besondere Brennpunkte“, so Marco Bischoff.

Anwohner helfen mit

Auch Anwohner, die Schattenspender in ihrer Straße zu schätzen wissen, greifen während der Hitzeperioden immer wieder zur Gießkasse und spendieren auch den Bodendeckern und Blumen in den Baumscheiben etwas Wasser. Blumen in Parks und Grünanlagen werden von städtischen Landschaftsgärtnern gepflegt. Die Blumenwiesen sehen deshalb noch sehr gut aus, aber wenn die Hitzewelle lange anhält, werden einige Blumen bald die Köpfe hängen lassen. Zum Glück erholen sich Blumenwiesen schnell wieder.

Die zusätzlichen Kosten sind nach Auskunft des Betriebsamtes schwer zu beziffern. „Die Leute tun halt ihre Arbeit“, sagt Stadtsprecher Helmut Sonder. Außerdem würden durch Gießen Werte erhalten, denn wenn vertrocknete Straßenbäume oder Pflanzen in Grünanlagen im nächsten Jahr ersetzt werden müssen, entstünden ebenfalls Kosten.

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