Warnung vor falschen Rauchmelder-Kontrolleuren in Witten

Rauchmelder sind inzwischen zwar gesetzlich vorgeschrieben. Trotzdem sollte man niemanden hereinlassen, der angeblich das Vorhandensein der Warngeräte überprüfen will. In Witten sind offenbar Trickdiebe unterwegs, die sich genau mit dieser Masche Zutritt zu Häusern und Wohnungen verschaffen wollen.

Rauchmelder sind inzwischen zwar gesetzlich vorgeschrieben. Trotzdem sollte man niemanden hereinlassen, der angeblich das Vorhandensein der Warngeräte überprüfen will. In Witten sind offenbar Trickdiebe unterwegs, die sich genau mit dieser Masche Zutritt zu Häusern und Wohnungen verschaffen wollen.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Witten.  Trickdiebe geben offenbar vor, in Wohnungen das Vorhandensein von Rauchmeldern überprüfen zu wollen. Man sollte sie nicht hereinlassen.

Per Whatsapp wird unter anderm in Witten-Stockum vor mutmaßlichen Trickdieben gewarnt, die angeblich das Vorhandensein von Rauchmeldern in Häusern und Wohnungen überprüfen wollen.

„Es sind Leute unterwegs, die sich von Haus zu Haus durcharbeiten und kontrollieren wollen, ob die jetzt seit Januar gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder vorhanden sind“, heißt es in der offensichtlich privaten Mitteilung. Es wird eindringlich davor gewarnt, die Fremden hereinzulassen. Stattdessen solle man die Polizei rufen. Es handele sich um eine „organisierte Verbrecherbande“, wie es heißt.

Die Whatsapp stammt weder von der Feuerwehr noch von der Polizei. Letztere bestätigt aber, dass offenbar Betrüger mit dieser Masche unterwegs sind. Polizeisprecher Volker Schütte warnt eindringlich davor, die Wohnungstür zu öffnen und die angeblichen Rauchmelder-Kontrolleure hereinzulassen. „Ihnen gteht es nur darum, in die Wohnung zu kommen.“ Oft seien die Gauner zu weit unterwegs: einer lenkt den Bewohner ab, indem er ihn in ein Gespräch verwickelt, der andere durchsucht die Wohnung nach Geld oder Schmuck. Die Rauchmelder-Masche sei nichts andere als ein „mieser Türöffnertrick“, so Schütte.

Denn die Feuerwehr kontrolliert überhaupt nicht das Vorhandensein von Rauchmeldern. „Niemals gehen wir rum und tun das“, betont der Wittener Feuerwehrsprecher Ulli Gehrke. „Wir klingeln nicht und rufen auch nicht an.“ Ob die Trickdiebe, die in Witten unterwegs sind, womöglich sogar Feuerwehruniformen tragen, wusste die Polizei nicht. Sie würden sich aber offenbar gezielt als Feuerwehrbeamte ausgeben. Polizeisprecher Schütte: „Ich kenne diese Tricks.“ Anders als die falschen Polizisten, die ihre Opfer in lange Gespräche verwickelten und die Herausgabe größerer Geldsummen zum Ziele hätten, würden bei beider Rauchmelder-Masche die Wohnungsinhaber abgelenkt und dann bestohlen. Anzeigen habe es bisher aber noch nicht gegeben. Schütte: „Die Feuerwehr sollte man nur reinlassen, wenn’s brennt.“

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