Kommentar

Verbote wirken kleinkariert

Redaktionsleiter Jürgen Augstein-Peschel kommentiert das Verbot von Straßenmusik in Witten.

Redaktionsleiter Jürgen Augstein-Peschel kommentiert das Verbot von Straßenmusik in Witten.

Foto: WAZ

Witten.   In Dortmund gehören sie zum Stadtbild, in Witten gibt’s nach einer Viertelstunde Platzverweise: Das Verbot von Straßenmusik ist kleinkariert.

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Straßenmusik in Witten weiter zu verbieten, ist kleinkariert.

Niemand will peruanische Panflötenspieler, die einem stundenlang vor Galeria oder am Berliner Platz die Ohren volldudeln, auch die Akkordeonspieler aus Südosteuropa können nerven. Aber darum geht es gar nicht.

Wir sprechen vom Gitarristen, der vielleicht eine halbe Stunde spielen darf, meinetwegen auch vom russischen Akkordeonmusiker, der 15 bis 30 Minuten seine traurig-schönen Weisen vorträgt. Um diesen engen Rahmen geht es. Dafür braucht es klare Regeln, keine Verbote.

Man hätte sich gewünscht, dass die GroKo über ihren Schatten springt und den Piraten den kleinen Erfolg gönnt.

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