Preise verliehen

Uni hat zwei ausgezeichnete Studentinnen

Der Präsident der Universität Witten/Herdecke Prof. Dr. Martin Butzlaff freut sich über den DAAD-Preis für  Nino Chikhradze (r.) und den Promotionspreis für Dr.. Swantje Reimann (l.)

Der Präsident der Universität Witten/Herdecke Prof. Dr. Martin Butzlaff freut sich über den DAAD-Preis für Nino Chikhradze (r.) und den Promotionspreis für Dr.. Swantje Reimann (l.)

Foto: WAZ

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Witten. Gleich doppelten Grund zur Freude hatte die Uni Witten/Herdecke in dieser Woche: Im Rahmen der 15. Hohensteiner Tafelrunde konnten Nino Chikhradze für den DAAD-Preis 2013 und Dr. Swantje Reimann mit dem Promotionspreis der Wittener Universitätsgesellschaft ausgezeichnet werden.

Für Diskussionsstoff sorgte anschließend der Festvortrag von Prof. Manfred Spitzer „Digitale Demenz - wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen“.

Nino Chikhradze stammt aus Georgien, hatte dort ursprünglich begonnen, Wirtschaftswissenschaften zu studieren und hängte das Studium unter dem Eindruck des Unabhängigkeitskampfes der Kaukasus-Republik sowie Erkrankungen in ihrer Familie an den Nagel: Die junge Frau wurde Krankenschwester „in einer Zeit, in der Georgien am Boden lag“, so Prof. Wilfried Schnepp, der die Laudatio auf die Preisträgerin des mit 1000 Euro dotierten Preises des Deutschen Akademischen Austausch-Dienstes (DAAD) für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen hielt.

Die Krankenschwester Nino Chikhradze wurde nach Witten empfohlen, wo sie im Wintersemester 2004 im Department für Pflegewissenschaft ihr Studium aufnahm. Schnepp: „Sie hat sich während ihres Studiums ehrenamtlich für Georgier engagiert und Menschen in der Emigration geholfen. Das hat sie für diesen Preis ausgezeichnet.“

Wie man ein (guter) Arzt wird

Wie wird man ein (guter) Arzt? Für ihre Dissertation „How to become a (good) doctor“ wurde Dr. Swantje Reimann aus der Fakultät für Kulturreflexion mit dem Promotionspreis der Wittener Universitätsgesellschaft ausgezeichnet. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert.

In ihrer kurzen Ansprache schilderte sie Stress und Überlastung einer Assistenzärztin; was „gut“ im Sinne der Vorgesetzten erscheint - Stress, hohe Belastbarkeit, nächtliches Operieren, stetige Verfügbarkeit - müsse nicht unbedingt „gut“ im Sinne der Patienten sein. „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung, die die ärztliche Sozialisation würdigt“, so Swantje Reimann.

Risiken und Nebenwirkungen digitaler Medien

Mit teils drastischen Worten und Vergleichen warnte der streitbare Professor Manfred Spitzer in seinem Festvortrag vor den von ihm diskutierten Risiken und Nebenwirkungen digitaler Mediennutzung. Eine These: „Jede Stunde mehr an täglichem Fernsehkonsum im Kindesalter erhöht die Wahrscheinlichkeit von Arbeitslosigkeit im Erwachsenenalter um 40 und von Straffälligkeit um 30 Prozent.“

Der renommierte Gehirnforscher und Bestsellerautor beklagte, belastbare Studien zu positiven Wirkung der neuen Medien lägen kaum vor. „Wir sollten die Köpfe der nächsten Generation nicht den PR-Abteilungen einiger weniger rein profit-orientierter Firmen überlassen.“

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