Parkproblem

TuS Stockum setzt Schranke am Parkplatz durch

Der Parkplatz des TuS Stockum ist groß. Trotzdem sollen LKW dort nicht stehen. Denn sie könnten auch die Standspuren weiter unten an der Pferdebachstraße nutzen. Dann wird’s nur mit dem Duschen schwierig.

Foto: Nitsche

Der Parkplatz des TuS Stockum ist groß. Trotzdem sollen LKW dort nicht stehen. Denn sie könnten auch die Standspuren weiter unten an der Pferdebachstraße nutzen. Dann wird’s nur mit dem Duschen schwierig. Foto: Nitsche

Witten.   Parkplatz entwickelt sich zum Geheimtipp unter LKW-Fahrern. Sportler fordern längst eine Durchfahrtsperre. Die könnte bald kommen.

Der Parkplatz der Bezirkssportanlage des TuS Stockum an der Pferdebachstraße hat sich zum Geheimtipp unter Brummifahrern entwickelt. Sie nutzen die günstig in Autobahnnähe gelegene Fläche vor allem am Wochenende, um dort zu nächtigen und sogar in der von 7 bis etwa 22 Uhr geöffneten Anlage zu duschen. Damit wird bald Schluss sein. Schon lange fordert der Verein eine Schranke an der Ein- und Ausfahrt. In dieser Woche könnte es soweit sein, so die gute Nachricht aus dem Rathaus.

Dann sollen sogenannte „Durchfahrtbegrenzer“ aufgebaut werden, also rot-weiß markierte Rahmen, die nur Autos unfallfrei durchlassen, die nicht höher als zwei Meter sind. Daran montierte Schilder weisen auf die Durchfahrthöhe hin – und genau die fehlen noch. Das Betriebsamt, das sich um die Bestellung gekümmert hat, warte seit Wochen auf die Lieferung, teilt Stadtsprecherin Lena Kücük auf Anfrage mit.

Früher gab’s so eine Schranke schon mal

Die rund 1700 Mitglieder des Sportvereins hoffen, dass es tatsächlich bald soweit ist. Denn diese Art der Sperre habe sich bewährt. „Sowas gab’s an dem Parkplatz schon mal“, erinnert sich Vorsitzender Peter Ludwig. Bis vor etwa acht oder neun Jahren. „Und das war prima.“ Doch irgendwann wurde die Begrenzung einfach abgeschafft. Zunächst war das kein Problem. Damals habe die Stadt den Platz noch bewirtschaftet, es gab einen Hausmeister und täglich sei jemand vor Ort gewesen.

Zum Ärgernis, so Ludwig, habe sich die Parkplatzsituation insgesamt entwickelt, als die Probleme mit Edeka begannen. Es sei vorgekommen, dass Mitglieder, die in der benachbarten Halle trainierten, den Platz des Supermarktes nutzten, wenn der eigene Bereich voll war. „Wir haben ihnen dann gesagt: Parkt drüben.“ Vor allem den Frauen war nicht wohl dabei, denn das Gelände war nicht beleuchtet. Hier habe die Stadt schnell Abhilfe geschaffen und Lampen installiert.

„Unsere Frauen hatten kein gutes Gefühl beim Parken“

Doch damit war das Problem nicht behoben, denn inzwischen stand dort manchmal LKW an LKW. Und abends oder am Wochenende saßen Männer darin. Nun sei es nicht grundsätzlich verboten, dort zu stehen. Und immerhin passen rund 300 Fahrzeuge auf die Fläche, die selten völlig ausgelastet ist. „Doch die Frauen hatten kein gutes Gefühl, wenn sie dazwischen parken mussten“, sagt der Vereinsvorsitzende. Der TuS Stockum brachte eine Schranke bei der Stadt ins Gespräch.

Bodenbelag ist nicht auf große Fahrzeuge ausgerichtet

Dass die LKW dort außen vor blieben, hätte noch einen weiteren Vorteil: Der Bodenbelag ist nicht auf große Fahrzeuge ausgerichtet. Ludwig: „Die Stadt hat die größten Schlaglöcher schon mit Schotter gefüllt. Auch das kostet Geld.“

Zwar ist es dann mit dem Duschen für die Brummifahrer vorbei, doch eine Pause können sie in Witten trotzdem einlegen: Die Standspuren an der Pferdebachstraße in Höhe der Aus- und Auffahrt zur A 44, wo es keine Wohnbebauung gibt, sind extra für diesen Zweck gedacht. Meist sind sie leer.

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