Weichenwerk

Trainingszentrum für Weichentechnik in Witten eröffnet

Michel Wuth, Leiter der Werke DB Netz (Mitte), überreicht Christof Beutgen, Geschäftsleiter DB Training, und Werksleiter Michael Niesporek (re.) symbolisch den Schlüssel für das neue Schulungszentrum.

Foto: Barbara Zabka

Michel Wuth, Leiter der Werke DB Netz (Mitte), überreicht Christof Beutgen, Geschäftsleiter DB Training, und Werksleiter Michael Niesporek (re.) symbolisch den Schlüssel für das neue Schulungszentrum. Foto: Barbara Zabka

Witten.   Neues Trainingszentrum für Aus- und Weiterbildung am Werk Witten eröffnet. 500 000 Euro wurden investiert, modernste Technik verbaut.

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Die Bahn stellt die Weiche in Richtung Zukunft – und diese Weiche liegt in Witten: Mit einem großen Festakt ist am Donnerstag am Werk an der Wideystraße ein neues Trainingszentrum für Weichen- und Signaltechnik eröffnet worden. Insgesamt 500 000 Euro hat die Bahn in die hochmoderne Schulungsanlage investiert.

240 Mitarbeiter sollen hier weitergebildet werden

In dem Gebäude, in dem in den 20er Jahren einst die Firmenleitung des Weichenwerks untergebracht war und das später dann, in den 80er Jahren, bereits als Ausbildungsstätte genutzt wurde, ist ein modernes Schulungszentrum entstanden. 240 Mitarbeiter sollen hier jährlich in Theorie und Praxis aus- und weitergebildet werden.


Dabei setzt die Bahn auf hochmoderne Technik: Mit Virtual-Reality-Brillen etwa können die Auszubildenden eine Weiche auf Knopfdruck passgenau zusammenbauen – oder wahlweise auseinandernehmen. Die Brille macht’s leicht: Einerseits, die schweren Stahlträger virtuell zu bewegen. Andererseits die komplexe Technik bis ins kleinste Detail zu begreifen.

Die Ausbildung im neuen Trainingszentrum findet aber nicht nur hinter verschlossenen Türen statt. Auf dem Freigelände im Hof ist ein großes Weichenfeld aufgebaut worden. Technik von insgesamt 15 Herstellern ist hier verbaut worden: Altbewährtes ebenso wie Innovatives, Diagnosetools, Messtechnik – eben alles, was der Techniker von morgen rund um die Weiche wissen muss, damit es auf der Schiene rund läuft.

„Dieses Zentrum setzt ein Zeichen für die Zukunft“

„Dieses Zentrum setzt ein Zeichen für die Zukunft und zugleich für die optimale Ausbildung“, so Michael Niesporek, der kommissarische Werksleiter. Nach dem großen Brand im Jahr 2015 seien nicht nur die Schäden beseitigt, sondern auch neu investiert worden. Und der Prozess sei mit dem Trainingszentrum noch nicht abgeschlossen.


Im nächsten Jahr solle auch noch das Verwaltungsgebäude modernisiert werden, insgesamt liefen die Investitionen bis 2022 weiter. Investitionen, die die Zukunft des Standorts Witten sichern, versicherte Michael Wuth, Leiter der Werke der DB Netz, in seinem Grußwort.

„Unser Ziel ist es, einer der Top-Arbeitgeber zu werden“

Die 500 000 Euro für das neue Schulungszentrum zeigten, welchen Stellenwert die Bahn der Qualifizierung beimesse, so Wuth. Sie sei für das Unternehmen, in Zeiten, in denen Mitarbeiter knapp werden, von enormer Bedeutung: „Denn unser Ziel ist es, einer der Top-Arbeitgeber zu werden.“

Als „Meilenstein“ bezeichnete gar der Konzernbevollmächtigte des Landes NRW, Werner Lübberink, das neue Wittener Zentrum. Hier am Standort blicke man damit nicht nur auf eine lange Geschichte, sondern auch in eine rosige Zukunft. Er bescheinigte der Bahn weiterhin eine enorme Bedeutung: „Ohne Schiene – und damit ohne Weiche – ist alles nichts.“ Die Regierung habe etwa bei den Klimaschutzzielen ohne die Bahn keine Chance „die Karre aus dem Dreck zu ziehen“.

Beim „Wiederaufbau West“, wie Lübberink es nannte, sei jetzt NRW an der Reihe, nachzuholen, was das Land verdiene. „Und das Weichenwerk Witten ist dabei ein zentraler Bestandteil.“ Um das zu betonen, sollen nicht nur die drei besten Auszubildenden prämiert werden. „Wir können uns auch vorstellen, uns mit einem Stipendium an der Uni einzubringen.“

>>>KNOW-HOW FÜR DIE GESAMTE BRANCHE

Das neue Schulungszentrum am Weichenwerk Witten steht auch Bahnunternehmen außerhalb der DB AG zur Qualifizierung ihrer Mitarbeiter zur Verfügung. So solle das Know-How der gesamten Branche gestärkt werden.

Die DB Training erreicht bei der Aus- und Weiterbildung über 250 000 Teilnehmer im Jahr.

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