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Thöns-Bestseller „Patient ohne Verfügung“ ist Leserliebling

Der Wittener Palliativmediziner Matthias Thöns. Sein Buch „Patient  ohne Verfügung“ stand 28 Wochen auf  der Spiegel-Bestsellerliste. Foto: Walter Fischer/Funke Foto Services

Der Wittener Palliativmediziner Matthias Thöns. Sein Buch „Patient ohne Verfügung“ stand 28 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste. Foto: Walter Fischer/Funke Foto Services

Witten.   Der Bestseller „Patient ohne Verfügung“ des Arztes Matthias Thöns ist von „Bild der Wissenschaft“ als „Leserliebling“ geehrt worden.

Die Wittener Mediziner Dr. Matthias Thöns und Prof. Tobias Esch waren mit ihren Büchern als „Wissensbuch des Jahres 2017“ nominiert. Diese Ehrung ging an andere Autoren. Palliativmediziner Thöns wurde jedoch als „Leserliebling“ geehrt.

Die Auszeichnung „Wissensbuch des Jahres“ wird seit 25 Jahren vom Magazin „Bild der Wissenschaft“ vergeben. Gesucht werden alljährlich die besten deutschsprachigen Bücher aus Wissenschaft und Forschung in verschiedenen Kategorien.

Buch sorgte bundesweit für Diskussionsstoff

Der 2016 erschienene Bestseller „Patient ohne Verfügung“ war in der Kategorie „Zündstoff“ vertreten. Leser hatten für das Buch votiert, das bundesweit für Diskussionsstoff sorgte und 28 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste stand. Darin kritisiert Thöns anhand zahlreicher Fallbeispiele, dass Patienten aus finanziellen Gründen am Ende ihres Lebens übertherapiert würden, auch wenn für sie keine Hoffnung mehr bestehe. Im August erscheint eine aktualisierte Taschenbuch-Ausgabe.

Prof. Tobias Esch von der Universität Witten/Herdecke war beim „Wissensbuch“-Wettbewerb für sein Buch „Der Selbstheilungscode“ nominiert, ging aber leer aus. Seit 2016 ist er Professor für Integrative Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung an der Uni Witten/Herdecke.

„Ihre Gesundheit

braucht Sie“

Esch erforscht, wie Selbstheilung funktioniert und welche Faktoren neben der klassischen Medizin für Gesundheit und Zufriedenheit entscheidend sind. „Ihre Gesundheit braucht Sie“, betont der Mediziner. In „Der Selbstheilungscode“ beschreibt er, was jeder dafür selbst tun kann. Sehr lesenswert!

Das Magazin „Bild der Wissenschaft“ hat jetzt sechs Titel als „Wissensbuch des Jahres“ ausgezeichnet, die über Themen aus Wissenschaft und Forschung berichten. Die Sieger: In der Kategorie „Überblick“ wurde „Das Gen“ von Siddhartha Mukherjee als informativstes Buch geehrt. In der Kategorie „Zündstoff“ sagten Jury und Leser: „Homo Deus“ ist das brisanteste Buch. Autor ist Yuval Noah Harari.

Rezensionen der Siegertitel auch online

Das originellste Buch, Kategorie „Überraschung“, schrieben Thibault Damour und Mathieu Burniat. Titel: „Das Geheimnis der Quantenwelt“. Bei der Kategorie „Unterhaltung“ wurde „Das Buch vom Meer“ von Morten A. Stroksnes als am spannendsten geehrt. Das schönste Buch, Kategorie „Ästhetik“, heißt „Symbiosen“ von Johann Brandstetter und Josef. H. Reichholf. Das sachkundigste Jugendbuch, Kategorie „Perspektive“, ist der „Der Dominoeffekt“ von Gianumberto Accinelli und Serena Viola.

Rezensionen der Siegertitel findet man im schon erschienenen Dezemberheft von „Bild der Wissenschaft“ und auch online: www.wissenschaft.de.


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