Kultur

Theaterverein Stockum spielt „Tintenherz“

Der Theaterverein Witten-Stockum in Aktion: Die Szene zeigt die Darsteller Alexander Wilczek und Katrin Sloniewski (vorne Mitte) sowie  (hinten von rechts) Julia Wilczek, Benthe Linder, Katharina Frigge, außerdem (von links) Jan Smilowski, Jill-Christin Lorenz und Jaqueline Bosselmann.

Der Theaterverein Witten-Stockum in Aktion: Die Szene zeigt die Darsteller Alexander Wilczek und Katrin Sloniewski (vorne Mitte) sowie (hinten von rechts) Julia Wilczek, Benthe Linder, Katharina Frigge, außerdem (von links) Jan Smilowski, Jill-Christin Lorenz und Jaqueline Bosselmann.

Foto: Theaterverein

Witten.  Der Theaterverein Witten-Stockum bringt am 18. Januar eine Geschichte von Cornelia Funke auf die Bühne: „Tintenherz“. Viel Mühe steckt dahinter.

„Unter einem blassen Mond, in einer Nacht, die kühl war wie der Regen, stand ein alter Hof.“ Mit diesen Worten startet die Probe des Stockumer Theatervereins. Für die elf Schauspieler wird es bald ernst: Am 18. und 19. Januar bringen sie „Tintenherz“ auf die Bühne.

Das Stück orientiert sich am Jugendbuch von Cornelia Funke. Wie auch die Vorlage, erzählt das Stück von Meggie, deren Welt auf den Kopf gestellt wird, als eines Nachts der mysteriöse „Staubfinger“ vor der Tür ihres Vaters Mo auftaucht. Verfolgt von üblen Gestalten, beginnt für Vater und Tochter eine abenteuerliche Geschichte. In deren Mittelpunkt steht ein besonderes Buch und die Magie von geschriebenen Worten.

Jasmin Barthold und Florian Schmalstieg – beide schon länger mit dem Theaterverein verwurzelt – geben damit ihr Regie-Debüt. Er sei bereits ganz schön nervös, gesteht Florian Schmalstieg. Der 21-jährige Hevener hat durchaus schon auf der Bühne mitgewirkt. „Aber ein ganzes Stück zu koordinieren“, sagt er, das sei etwas ganz anderes. „Man merkt inzwischen, auf wie viele Dinge man achten muss.“

Junges Ensemble auf der Bühne

Seit Anfang Juli laufen die Proben, seit September geht’s ans Eingemachte. „Die meisten haben das Buch gelesen“, so Schmalstieg. „Ich mochte es sehr gerne. Es ist eine schöne Mischung aus Fantasy und realer Handlung.“ Für die Bühne haben die beiden Regisseure die Geschichte ein wenig angepasst und eingekürzt, aber im Kern natürlich nicht verändert. Wichtig sei es ihnen, dass die Schauspieler sich auf die Rolle einlassen und nicht nur den Text auswendig lernen. Schmalstieg lobt: „Die machen das sehr gut.“

Jung sind sie, die da auf der Bühne stehen. Und das ist auch besonders an diesem Theaterverein. „In den letzten 15 Jahren haben wir uns deutlich verjüngt“, sagt Vorsitzender Tobias Grunwald (35). „Die klassische Oma könnten wir derzeit tatsächlich nicht authentisch besetzen.“ Da müsse mit Schminke ordentlich nachgeholfen werden. „Mutter und Vater kriegen wir aber hin.“ Tatsächlich gebe es derzeit aber auch eine sehr aktive Kindergruppe, die sich bald zum ersten Mal trifft, um ein Stück vorzubereiten. Es sind Kinder ab acht Jahren, die unbedingt Theater spielen wollen, freut sich Grunwald über die Motivation des Nachwuchses. Er findet: „Das ist heutzutage schon ein außergewöhnliches Hobby.“ Im Herbst oder Winter wollen die Jüngsten ihr Stück aufführen. Doch vorher, da ist erstmal „Tintenherz“ an der Reihe.

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