Universität Witten/Herdecke

Stadt Witten plant Parkgebühren für den Uni-Campus

Das neue Campusgebäude der Universität Witten/Herdecke soll auf dem bisherigen Parkplatz der Hochschule entstehen. Diese Stellplätze an der Alfred-Herrhausen-Straße fallen dann weg. Deshalb ist der Bau eines Parkhauses notwendig.

Das neue Campusgebäude der Universität Witten/Herdecke soll auf dem bisherigen Parkplatz der Hochschule entstehen. Diese Stellplätze an der Alfred-Herrhausen-Straße fallen dann weg. Deshalb ist der Bau eines Parkhauses notwendig.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  Wenn das neue Parkhaus an der Uni steht, will die Stadt für die bisher freien Parkplätze an der Alfred-Herrhausen-Straße Parkgebühren kassieren.

Im zweiten Quartal 2020 soll es losgehen. Dann möchte die Uni mit dem Bau ihres neuen Campusgebäudes auf ihrem heutigen Parkplatz starten. Dieser fällt dann weg. Deshalb wird neben dem Zahnmedizinisch-Biowissenschaftlichen Zentrum (ZBZ) ein kostenpflichtiges Parkhaus mit 500 Stellplätzen von einem Investor gebaut. Die Stadt plant, wenn das Parkhaus eröffnet ist, die übrigen freien Stellplätze auf dem Campus an der Alfred-Herrhausen-Straße zu bewirtschaften. Sprich: Es sollen Parkgebühren fällig werden.

Bis zu drei Euro pro Stunde sind angedacht, erklärte Henning Fort vom Planungsamt am Donnerstag (19.9.) dem Verkehrsausschuss bei dessen Sitzung im Rathaus. Ein Parkraumbewirtschaftungs-Konzept solle erstellt werden, um die Parkplatzsuche von Menschen, die die Gebühren im neuen Parkhaus nicht bezahlen möchten, in den angrenzenden Wohngebieten und dem Gewerbegebiet Wullener Feld weitgehend zu verhindern. Damit dort Anwohner, Geschäftsleute, deren Mitarbeiter und Kunden bei der Suche nach einem Parkplatz künftig nicht das Nachsehen haben. Das neue Parkhaus, in dem die Universität 290 Stellplätze haben wird, soll – wie Stadtbaurat Stefan Rommelfanger im Ausschuss sagte – im November 2020 eröffnet werden.

50 Parkplätze werden an der Alfred-Herrhausen-Straße wegfallen

Durch Zählungen im Wullener Feld soll jetzt erst einmal ermittelt werden, wer, wo wie lange parkt. Autos, die in der Frankensteiner und der Gleiwitzer Straße sowie am Mewer Ring stehen, werden hierfür in Augenschein genommen. So soll ermittelt werden, ob es sich bei den Parkenden um Lang- oder Kurzeitparker (mögliche Kunden) handelt. In den Wohngebieten an der Dirschauer und der Breslauer Straße, sowie im Bebbelsdorf und an der Pferdebachstraße möchte die Stadt die Parkplatzsituation beobachten.

Ulla Weiß, Fraktionsvorsitzende der Linken, sprach sich im Verkehrsausschuss noch einmal gegen den Bau des neuen Parkhauses aus. Sie halte den gewählten Standort neben dem ZBZ für falsch. „Dort war früher einmal ein Biotop mit Büschen und Bäumen.“ Aus dem Ausschuss kam außerdem die Anregung, auch die Parkplatzsituation in der Gregor-Boecker-Straße und auf dem Parkplatz des Friedhofs Walfischbusch zu beobachten.

Vor dem ZBZ und dem FEZ werden Lieferzonen eingerichtet

Von den bislang 190 Stellplätzen auf dem Campus an der Alfred-Herrhausen-Straße sollen 50 wegfallen und anders genutzt werden. Unter anderem sollen vor den Gebäuden ZBZ und FEZ Lieferzonen eingerichtet werden. Der Grund: Ein Großteil der Lieferfahrzeuge hält bislang in der Straße und behindert so den Verkehr. Henning Fort vom Planungsamt: „Die verbleibenden Parkplätze in der Alfred-Herrhausen-Straße sollen Kurzzeitparkplätze werden.“ Dass für diese Parkgebühren zu zahlen sind, soll das Parken außerhalb des neuen Parkhauses unattraktiver machen.

Die Stadt möchte dem Rat das Parkraumbewirtschaftungs-Konzept zur Jahreswende 2019/2020 zum Beschluss vorlegen.

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