Sparkasse

Sparkasse Witten kündigt Aufbewahrungsfächer für Sparbücher

Auch in der Sparkassenhauptstelle an der Wittener Ruhrstraße gibt es noch bis zum Jahresende Aufbewahrungsfächer für Sparkassenbücher.

Auch in der Sparkassenhauptstelle an der Wittener Ruhrstraße gibt es noch bis zum Jahresende Aufbewahrungsfächer für Sparkassenbücher.

Foto: Davide Bentivoglio

Witten.  Bis zum Jahresende müssen Sparkassenkunden Aufbewahrungsfächer für Sparkassenbücher räumen. Diese seien heutzutage unnötig, so das Geldinstitut.

Laut Sparkasse sind sie mittlerweile ein alter Zopf: Das Geldinstitut hat 800 Briefe verschickt, in denen Kunden mitgeteilt wird, dass ihre Aufbewahrungsfächer für Sparkassenbücher zum Jahresende aufgelöst werden. So etwas sei „ein nicht mehr zeitgemäßes Serviceangebot, welches zahlreiche unserer Mitbewerber auch in der Vergangenheit gar nicht erst angeboten haben“, erklärte Sparkassen-Sprecher Klaus-Peter Nehm auf Anfrage unserer Redaktion.

Die Sparkasse Witten habe 60.000 Kunden. An der Zahl 800 sehe man, dass derartige Aufbewahrungsfächer nicht mehr häufig genutzt würden. Bei einem Einbruch in eine Geschäftsstelle habe sich außerdem gezeigt, dass Kunden in diesen Fächern nicht nur Sparbücher hinterlegt hätten. „Dort wurden zum Beispiel auch Schmuck und Bargeld aufbewahrt.“ Und solche Dinge seien im Falle eines Einbruchs dann nicht versichert.

Die Sparkasse bietet in der Stadt rund 8560 Tresorschließfächer an

Die Aufbewahrungsfächer sind derzeit noch in den Geschäftsräumen der Wittener Sparkasse untergebracht und im Unterschied zu den Tresorschließfächern nicht besonders gesichert. An der Sparkassenhauptstelle und den zusätzlichen zehn Geschäftsstellen in Witten stehen insgesamt 8559 Tresorschließfächer in verschiedenen Größen für Kunden zur Verfügung. Davon seien derzeit rund 7200 Stück vermietet, so Nehm.

Der Jahresmietpreis hängt von der Größe der Schließfächer ab und beginnt bei 35 Euro pro Jahr. Klaus-Peter Nehm: „Mieter, die kein Girokonto bei uns unterhalten oder die Jahresmiete bar bezahlen möchten, zahlen höhere Preise.“ Aufbewahrungsfächer für Sparbücher kosten nur fünf Euro im Jahr. Vielleicht ein Grund dafür, dass Sparkassen-Kunden auf die Idee kamen, die Fächer anderweitig zu nutzen.

Sprecher Nehm weist darauf hin, dass man mit der Spar-Card – eine moderne Karte, die das Sparbuch ersetzt – über das Sparguthaben auch außerhalb der Sparkassen-Öffnungszeiten am Geldautomaten verfügen kann. „Das Sparkonto wird damit zum Beispiel für Umbuchungen online-banking-fähig.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben