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Sparkasse schenkt Wittener Popakademie Konzertflügel

Prof. Dieter Falk am neuen Konzertflügel. Der Pianist unterrichtet auch an der Düsseldorfer Robert-Schumann-Hochschule   Foto: Thomas Nitsche - Funke Foto Services

Prof. Dieter Falk am neuen Konzertflügel. Der Pianist unterrichtet auch an der Düsseldorfer Robert-Schumann-Hochschule Foto: Thomas Nitsche - Funke Foto Services

Witten.   Ein rotes Piano und ein Konzertflügel – die Popakademie freut sich über zwei neue Instrumente. Die Sparkasse ermöglichte den Kauf.

Die Evangelische Popakademie an der Ruhrstraße kann sich über zwei neue Instrumente freuen: ein rotes Piano und einen schwarzen Konzertflügel. Die dafür notwendigen 25 000 Euro spendierte die Wittener Sparkasse. Und machte damit auch Akademie-Dozent Professor Dieter Falk glücklich. „Großartig“, so der Kommentar des Düsseldorfers.

Der Musiker, Komponist und Pianist gehört mit über 20 Millionen verkauften CDs als Produzent unter anderem für Pur, Paul Young und Patricia Kaas zur Spitze der deutschen Musikszene.

„Ein Flügel ist das Herzstück eines jeden Konzertes“

Falk ist einer von 17 Dozenten der Popakademie, die seit Oktober den europaweit einmaligen Studiengang „Kirchenmusik popular“ anbietet. Lokale Kulturförderung sei in Zeiten leerer öffentlicher Kassen „sehr wichtig“, so der 57-Jährige, der in Witten Klavier und Musikproduktion unterrichtet.


Der neue Konzertflügel wird seinen Platz ab Mai im großen Akademie-Saal haben. „Denn ein Flügel ist das Herzstück eines jeden Konzertes“, so Falk. Er unterrichtet gerne in Witten. Die „Allrounder“-Ausbildung der Studenten findet er „sehr anspruchsvoll“. „Leute, die hier studieren, sind schon jetzt jedes Wochenende als Musiker unterwegs. Alle sind schwer aktiv“, lobt er die ersten neun Studenten der neuen Hochschule.

„Die Kirche war meine erste Bühne“

Die vier Frauen und fünf Männer erhalten Instrumentalunterricht, werden in allgemeiner Musiktheorie und Gesang geschult, lernen, wie man Musikprojekte plant, mit Chören und Bands arbeitet. Die Popakademie, die man in den ehemaligen Räumlichkeiten der Stadtbibliothek findet, ist der zweite Standort der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen in Herford.

Dozent Dieter Falk hat in Köln klassische Musik studiert. „Die Kirche war meine erste Bühne. Meine Mutter war Chorleiterin.“ Der gebürtige Siegerländer macht sich dafür stark, das Schubladendenken – „das ist E-Musik und das ist U-Musik“ – aufzugeben. „Denn beides geht zusammen! Wer einmal einen Gospel-Gottesdienst mit Farbigen erlebt hat, weiß, Musik muss anstecken!“

Kunze schrieb Texte von zahlreichen Popmusik-Hits

Kirchenmusiker seien die am breitesten ausgebildeten Musiker, sagt Falk, der auch an der Düsseldorfer Robert-Schumann-Hochschule unterrichtet – Musikproduktion und Pop-Piano. Schlagzeilen machte er zuletzt mit dem Pop-Oratorium „Luther“, das er gemeinsam mit Michael Kunze komponiert hat. Ein Auftrag der Creativen Kirche. Kunze schrieb Texte von zahlreichen Popmusik-Hits und wurde dafür mit 79 Goldenen- und Platin-Schallplatten ausgezeichnet. „Luther“ macht im Reformationsjahr nicht nur in vielen deutschen Großstädten Halt, sondern auch in Witten. Am 23. und 24. September ist es auf der Saalbau-Bühne zu sehen.

Zur offiziellen Eröffnungsparty der Evangelischen Popakademie wird am 4. Mai auch NRW-Kulturministerin Christina Kampmann erwartet.

>>> TAG DER OFFENEN TÜR

Interessierte Bürger lädt die Akademie am Sonntag, 7. Mai, zum Tag der offenen Tür ein. Zum Programm gehören Schnupper-Workshops, Instrumentalparcours für Kinder und Erwachsene und viel Musik.

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