Schüler bringen eigenes Theaterstück auf die Bühne

Die junge Lu erwacht nach zehn Jahren aus dem Koma und findet sich in einer vollkommen fremden Welt wieder: Dank eingebauter Chips empfinden die Menschen um sie herum nur noch positive Gefühle. Lu erinnert sich, dass der Grund ihres Komas ein schreckliches Verbrechen war, das sie nun aufzuklären versucht. Außerdem muss sie sich in der neuen Welt zurecht finden und ihren Vater suchen.

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Die junge Lu erwacht nach zehn Jahren aus dem Koma und findet sich in einer vollkommen fremden Welt wieder: Dank eingebauter Chips empfinden die Menschen um sie herum nur noch positive Gefühle. Lu erinnert sich, dass der Grund ihres Komas ein schreckliches Verbrechen war, das sie nun aufzuklären versucht. Außerdem muss sie sich in der neuen Welt zurecht finden und ihren Vater suchen.

Drehbuch umfasst 30 Seiten

„Brainwash Paradise“ heißt das Stück, das der Literaturkurs am Albert-Martmöller-Gymnasium selbst geschrieben hat. Für die Premiere am heutigen Montag gibt es keine Karten mehr, für eine weitere Aufführung am 11. Juli um 19 Uhr können Interessierte noch per E-Mail Karten reservieren. „Die Einnahmen sammeln wir für unseren Abi-ball“, sagt die 17-jährige Luca.

Zwei Monate hat eine Gruppe von etwa zehn Schülern an dem Stück geschrieben. „Wir haben erst gemeinsam die Handlung und die Figuren entwickelt und dann in Zweier-Teams an den einzelnen Szenen gearbeitet“, sagt Luca. Herausgekommen ist ein 30-seitiges Drehbuch, das unter anderem auch Filmsequenzen enthält. „Unsere Protagonistin Lu hat zwischendurch ,Flashbacks’. Diese Szenen haben wir dank des Vaters einer Mitschülerin mit ganz tollem Equipment drehen können. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden.“

Insgesamt sind 22 Schüler an dem Stück beteiligt. „Wir haben uns auch außerhalb des Unterrichts am Wochenende oder abends getroffen“, sagt Luca. „Das war schon recht viel Arbeit.“ Unterstützt wurden die Schüler – neben Lehrerin Petra Vogt – durch Britta Lennardt vom Brille-Theater. „Sie hat uns neue Anregungen gegeben und motiviert“, sagt Luca. „Wir wussten ja alle nicht, wie man ein eigenes Stück schreibt.“

Britta Lennardt gibt Tipps

Lennardt hat den Elftklässlern unter anderem geholfen, das Stück zu strukturieren. „Damit es nicht zu kurz und auch nicht zu lang wird.“ Mit Pause dauert die Aufführung nun um die zwei Stunden. Die Theaterexpertin hat den Kurs auch beim Bühnenbild unterstützt. „Das ist etwas kompliziert und besteht aus Kisten in unterschiedlichen Größen“, sagt Schülerin Luca. „Es gibt auch Bänke, eine Bar und einen Tisch, auf denen verschiedene Alltagsgegenstände platziert sind.“

Weil das Stück in einer Utopie spielt, also in einer alternativen Zukunft, haben sich die Schauspiellaien viele Gedanken gemacht, was sie anziehen. „Es muss natürlich ein bisschen ausgeflippter sein. In dieser Zeit machen die Leute ihre Sachen selbst – zum Beispiel einen Rock mit Alufolie. Hauptsache, es ist schrill und bunt.“ Wie sind die Jugendlichen eigentlich auf das Thema gekommen? „Wir haben im Kurs Ideen gesammelt“, sagt Luca. „Fest stand, dass wir etwas Gesellschaftskritisches machen wollten mit unterschiedlichen Sichtweisen auf die Welt.“ Das scheint ihnen mit „Brainwash Paradise“ gelungen zu sein.

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