Musical

Saalbaubesucher blicken hinter Brillen der Blues Brothers

Schwarzer Anzug, schwarzer Hut, schwarze Sonnenbrille – das sind die Markenzeichen der Blues Brothers.

Foto: Veranstalter

Schwarzer Anzug, schwarzer Hut, schwarze Sonnenbrille – das sind die Markenzeichen der Blues Brothers. Foto: Veranstalter

Witten.   Musicalzuschauer im Saalbau erfuhren viel über das bewegte Leben der Komiker John Belushi und Dan Aykroyd – die Männer hinter Jake und Elwood.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Mit dem Originalfilm „The Blues Brothers“ hatte das Musical im Saalbau nicht viel zu tun. Fans der Musik und der beiden Legenden Elwood und Jake kamen aber trotzdem auf ihre Kosten. In der Revue des Kammertheaters Karlsruhe steckte der Blues und auch eine Portion Rock’n’Roll.

Die Theatergemeinde Volksbühne hatte die Show nach Witten geholt. „Wir gehen einmal im Jahr nach Bielefeld zu einem großen Theatermarkt und suchen Stücke aus“, sagt Geschäftsführerin Dorothee Bloch. „Dabei achten wir sehr auf Professionalität und Qualität.“

Belushi-Darsteller begeistert mit Radschlagen

Bei den Blues Brothers ist das gelungen. Die beiden Schauspieler, die Dan Aykroyd und John Belushi darstellten, hatten die typischen Tanzbewegungen zwischen staksig und lässig so perfekt einstudiert, dass man fast dachte, die Originale stehen auf der Bühne. Besonders der etwas rundliche John Belushi-Darsteller begeisterte mit Radschlagen und kleinen akrobatischen Einlagen – auch wenn der typische Salto fehlte.

In dem Musical ging es vor allem um die Geschichte der beiden Schauspieler, die Entstehung des Films sowie Belushis Drogensucht und seinen frühen Tod.

Musik reißt Zuschauer mit

Legendäre Zitate, die nur eingefleischte Fans verstehen, würzten die Show: „Scheiße!“ – „Was?“ – „Ne Streife.“ – „Nein!“ – „Doch!“ – „Scheiße.“ Auch der bekannte Satz „Und wir tragen Sonnenbrillen“ fehlte nicht. Auf einer großen Leinwand wurden die Verfolgungsjagden aus dem Film eingespielt und machten die Show noch rasanter. Zuschauer John Fiolka hat den Film mehrfach gesehen. „Das muss nicht eins zu eins die Handlung des Films sein, wenn sie Spaß macht. Und die Typen sind total gut.“

Für das Publikum im Saalbau mit einem Durchschnittsalter von 60 plus war die Lautstärke im ersten Teil allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. „Ich habe den Film nicht gesehen, aber wir haben früher Rock’n’Roll getanzt“, sagt Gudrun Jesinghaus. „Das gefällt mir sehr gut. Es ist nur etwas laut.“ Hans Bleidorn ergänzt: „Die Band ist toll und diese Aretha Franklin- Interpretin toppt alles.“ Die junge Georgia-Maria Reh trug als John Belushis Ehefrau Judy den Hit „Freedom“ ihrer Kollegin stimmgewaltig und energiegeladen vor. „Das hat Pepp“, sagt Roswitha Humberg-Baumann.

Fast alle berühmten Songs aus dem Film kamen auch in der Show vor. Bei dem Cab Calloway-Klassiker „Minnie the Moocher“ tat sich das Publikum noch etwas schwer beim Mitsingen des „hadi – hadi – hadi – ho“, aber spätestens bei Ray Charles „Twist it – Shake your tail feather“ standen alle in den Reihen und klatschten begeistert mit.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik