Studie

Ruhrtal-Radweg bringt Tourismus im Kreis auf Tour

Idyllische Strecke: Der Ruhrtal-Radweg führt in Witten vorbei am Königlichen Schleusenwärterhaus.

Idyllische Strecke: Der Ruhrtal-Radweg führt in Witten vorbei am Königlichen Schleusenwärterhaus.

Foto: Thomas Nitsche

Witten.   Seit zehn Jahren ist der Ruhrtal-Radweg, der auch durch Witten verläuft, auf Erfolgskurs: Ausflügler geben der Vier-Sterne-Route gute Noten.

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Super Noten und eine hohe Empfehlungsrate: Der Ruhrtal-Radweg ist auch im zehnten Jahr auf Erfolgskurs. Das belegt eine neue Untersuchung, die die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) und Sauerland-Tourismus jetzt vorgestellt haben. Grundlagen sind die Befragung von mehr als 3 200 Menschen sowie die Zählung aller Radler zwischen Winterberg und Duisburg während einer ganzen Saison.

96 Prozent aller Tagesausflügler und 87 Prozent aller Radurlauber würden den Ruhrtal-Radweg weiterempfehlen. 95 Prozent der Radler geben der Route eine gute bis sehr gute Gesamtbewertung. Daher kann es niemanden verwundern: Die Strecke ist inzwischen zum drittbeliebtesten Radfernweg in Deutschland aufgestiegen. Mehr als 6,5 Millionen Radler waren im vergangenen Jahrzehnt auf der vom ADFC zertifizierten Vier-Sterne-Route unterwegs. Mit anderen Worten: Was als kleine Projektidee begann, ist zu einem der größten Imageträger der Region geworden.

Die Königsetappe

„Der Ruhrtal-Radweg war im Ennepe-Ruhr-Kreis ein Einstieg in die Tourismusentwicklung. Heute spielt er für uns eine Rolle, die so nicht zu erwarten gewesen ist“, freut sich Klaus Tödtmann, touristischer Geschäftsführer der EN-Agentur über die positiven Rückmeldungen. Für ihn sind die 42 der insgesamt 230 Kilometer, die durch den Kreis verlaufen, die Königsetappe. Während dieses Prädikat bei der Tour de France für Anstiege, Berge und Schinderei steht, vergibt Tödtmann sein Urteil mit Blick auf die Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, die sich zwischen Herdecke, Wetter, Witten und Hattingen entlang der Ruhr aufreihen. „Zeche Nachtigall und Henrichshütte, die Altstädte in Hattingen und Herdecke sowie der Kletterwald in Wetter und das Schleusenwärterhäuschen in Witten“, nennt Tödtmann nur einige Beispiele.

Die Route hat Privatinvestitionen in Höhe von 12 bis 14 Millionen Euro gebracht. Dem steht das Geld gegenüber, das Radurlauber ausgeben. Für Mehrtagesurlauber nennt die RTG 87 Euro, für Tagesausflügler 19 Euro. Und: Jeder zehnte Tagesgast ist so begeistert, dass er im nächsten Jahr einen mehrtägigen Urlaub am Ruhrtal-Radweg plant.

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