Sanierung

Rathaus-Sanierung geht in Witten in die nächste Runde

Ein Blick in den Innenhof des Südflügels des Wittener Rathauses: Die flachen Gebäude rechts kommen weg, der Boden wird abgesenkt –  teils um bis zu 2,5 Meter. Im Innenhof entsteht dann das neue Rathausforum.

Ein Blick in den Innenhof des Südflügels des Wittener Rathauses: Die flachen Gebäude rechts kommen weg, der Boden wird abgesenkt – teils um bis zu 2,5 Meter. Im Innenhof entsteht dann das neue Rathausforum.

Foto: Barbara Zabka

Witten.   Im Innenhof des Rathaus-Südflügels haben die Abbrucharbeiten begonnen. Der Boden wird für das neue „Rathausforum“ um bis zu 2,5 Meter abgesenkt.

Die Rathaussanierung geht in die nächste Runde. Die Abbrucharbeiten im Innenhof des Südflügels – das ist der Gebäudetrakt entlang der Hauptstraße – haben begonnen. Ein Bagger macht dort derzeit die ehemaligen Räume des Betriebsarztes – zuletzt als Lagerräume genutzt – dem Erdboden gleich. Auch der Kohlekeller, der unter einem Teil des Innenhofs liegt, kommt weg.

Der Hof wird in den kommenden drei bis vier Wochen um bis zu zweieinhalb Meter abgesenkt, um den Höhenunterschied zwischen Rathausplatz und Wideystraße auszugleichen. Insgesamt etwa 1000 Kubikmeter Erdreich werden die Bagger aus dem Innenhof des Südflügels schaufeln.

„Balkone“ verbinden künftig Gebäudeteile

Das neue „Rathausforum“, das hier Anfang 2021 eröffnen soll, wird dann vom Rathausplatz aus ebenerdig für die Bürger erreichbar sein. „Als nächstes kommt dann eine neue Bodenplatte in den Hof und wir lassen die Grube für den neuen Aufzug ausheben“, sagt Architektin Kathrina Badorek.

Es folgen die sogenannten Balkone: Betonplatten, die auf jedem Stockwerk künftig den an der Wideystraße angrenzenden Gebäudeteil in den Innenhof hinein verbreitern werden. Dort sollen Wartebereiche für Bürger entstehen. Die Balkone verbinden auch die beiden längs verlaufenden Gebäudeteile.

Ende des Jahres kommt das Glasdach

Läuft alles glatt, kann schon Ende des Jahres das Glasdach folgen, das künftig den Innenhof überspannen wird. Angebracht wird es unterhalb des bereits restaurierten Dachgeschosses. Dann bekommt auch die Innenfassade neue Fenster.

Parallel dazu läuft die Sanierung auch im Inneren des Südflügels weiter. Seit November werden unter Leitung des Bochumer Architektenbüros „Kemper, Steiner und Partner“ dort alle nicht-tragenden Wände herausgerissen. „Hier sind schon hunderte Tonnen an Bauschutt rausgeschafft worden“, sagt Rainer Kemper. Bald soll dort mit dem Innenausbau begonnen, neue Leitungen verlegt werden.

Weitere zwei Jahre Bauzeit für den Nordflügel

Insgesamt 30 Millionen Euro kostet die Sanierung des Rathauses. „Bislang sind davon drei bis vier Millionen Euro verbaut“, sagt Klaus Böde, Leiter des Amts für Gebäudemanagement. Der gesamte Südflügel soll Ende 2021 fertig gestellt sein, dann sind weitere zwei Jahre für die Sanierung des Nordflügels veranschlagt. Den größten Kostenpunkt der Großbaustelle machen die technischen Neuerungen aus: 40 Prozent der Ausgaben fließen in die Haustechnik, energetische Verbesserungen und Barrierefreiheit.

Verzögerungen, wie es sie bei der Sanierung des Daches gab, weil sich zunächst kein Dachdecker-Betrieb finden ließ, wird es zunächst nicht mehr geben, sagt Böde. Zwar spüre man weiterhin den Handwerker-Mangel. „Aber fast alle Aufträge sind schon vergeben.“

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