Stadtbücherei

Rat macht Weg für Bürgerentscheid frei

Nur eine Enthaltung: Abstimmung zum Bürgerentscheid im Rat.Foto:Fischer

Nur eine Enthaltung: Abstimmung zum Bürgerentscheid im Rat.Foto:Fischer

Foto: Walter Fischer

Der Rat macht den Weg frei. Wittener stimmten am 24. Februar über den Umzug der Bücherei zum Museum ab.

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Der Bürgerentscheid zum Standort der Stadtbücherei findet wie vorgeschlagen am Sonntag, 24. Februar, statt. Der Rat machte dafür am Montag mit 59 Pro-Stimmen, keiner Gegenstimme und einer Enthaltung (Jürgen Dietrich) den Weg frei. Zwei Drittel aller Stimmen waren erforderlich.

Vor der Abstimmung unternahm Künstler Harald Kahl im Namen der Bürgerinitiative „den letzten Versuch, den Bürgerentscheid heute zu vermeiden“. Er bot an, auf Basis des Lehmann-Modells „den Graben zuzuschütten für zehn Jahre – sonst haben wir jetzt Wahlkampf.“ Das Modell sieht den Verkauf des Büchereigebäudes vor, die Stadtbücherei soll dann Mieter werden. Kahl warf der Gegenseite vor, keine Kompromissbereitschaft gezeigt zu haben.

Annegret Skubich (SPD) machte sich erneut für die Museumslösung stark: „Das ist immer noch die kostengünstigste und beste Lösung.“ Im Übrigen, so Skubich: „Der Wahlkampf hat begonnen“. Nach einem Friedensappell von Lars König (CDU) und der Abstimmung reichten sich Kahl und Skubich am Ende doch noch die Hand.

„Sind Sie für den Umzug der Stadtbücherei von der Ruhrstraße 48 in das Märkische Museum an der Husemannstraße 12, das zu diesem Zweck einen Anbau erhält.“ So lautet die Frage, die den Wittenern am 24. Februar vorgelegt wird. Die Stadt setzt die Kosten mit ca. 70 000 Euro an, bei 54 bis 56 Wahllokalen und ca. 10 000 Briefwählern. Bei einer reinen Briefwahl lägen die Kosten noch höher: wegen des Portos bei 90 000 bis 95 000 Euro und mehr, je nachdem, ob nur die Benachrichtigung oder auch alle Wahlunterlagen an alle verschickt werden.

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