Intensivtäter

Prozess geschwänzt: Syrer aus Witten landet in U-Haft

Auf dem Rathausplatz (hier eine Aufnahme mit Eisbahn von Anfang Januar)  kam es Ende Juni vergangenen Jahres zu dem gewalttätigen Angriff auf einen Polizisten.

Auf dem Rathausplatz (hier eine Aufnahme mit Eisbahn von Anfang Januar) kam es Ende Juni vergangenen Jahres zu dem gewalttätigen Angriff auf einen Polizisten.

Foto: Barbara Zabka, Archiv

Witten.   Als hätte er nicht schon genug Ärger: Nun muss ein Syrer (19) auch noch ins Gefängnis, weil er einem weiteren Verhandlungstag einfach fernblieb.

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Der Syrer (19), der einen Polizisten auf dem Rathausplatz zusammengeschlagen haben soll und unter anderem deshalb in Bochum vor Gericht steht,landete am Dienstag in Untersuchungshaft. Er war nicht zum Prozess erschienen und wurde daraufhin festgenommen.

Die Verteidigerin hatte die Abwesenheit ihres Mandanten damit erklärte, er habe sich krank gemeldet. Das Landgericht telefonierte daraufhin mit dem Arzt des Mannes. Dieser erklärte, der Patient sei aus seiner Sicht verhandlungsfähig. Daraufhin wurde der Angeklagte umgehend festgenommen und ihm wurde ein Haftbefehl verlesen.

Schon bei Prozessbeginn hatte die Kammer vor wenigen Wochen darauf hingewiesen, dass der Mann keine polizeiliche Meldeadresse in Witten hat. Wenn er sich nicht der Verhandlung stelle, müsse er mit seiner Festnahme rechnen. Genau das passierte jetzt.

Junger Flüchtling gilt als Intensivstraftäter

Der junge Flüchtling aus Syrien gilt bereits als Intensivstraftäter. Gegen ihn liegen insgesamt acht Anklagen vor. Es geht um den gewalttätigen Angriff auf den Polizisten am 30. Juni 2017 am Rathausplatz, um eine Vergewaltigung am 13. März 2017 in einer Flüchtlingsunterkunft an der Meesmannstraße in Herbede, um eine Körperverletzung am 17. September auf der Körnerstraße, um Drogenbesitz und –weitergabe, um Beleidigung, gefährliche Körperverletzung sowie Computerbetrug und um weitere Beleidigungen und Körperverletzungsdelikte am 5. Mai.

Der seinerzeit verletzte Zivilpolizist hatte Schädel-, Rippen- und Thoraxverletzungen durch Faustschläge und Tritte erlitten. Damals wollte der Beamte einen Streit zwischen dem Angeklagten und seiner Freundin schlichten.

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