Soziales

Projekt bringt Menschen mit Handicaps in Arbeit

Schenkten dem Fotografen auf dem Christopherus-Hof in Witten-Annen ein Lächeln (h.v.l.): Christianna Charmpa (Akademie FAW DO),  Peter M. van Haasteren (Institut dt. Wirtschaft), Dr. Stefan Mühlhofer (Leiter des Stadtarchivs Dortmund), Heiner Dürwald (Jobcenter EN), Holger Ebbighausen (FAW), Marianne Schäfer (FAW Netzwerk) und Birgit Prünte (QVC). Außerdem (unten v. li.): Werner Körsgen (Christopherus-Haus) und Horst Kortwittenborg (Stadtarchiv Dortmund).Foto:Walter Fischer / FUNKE Foto Services

Schenkten dem Fotografen auf dem Christopherus-Hof in Witten-Annen ein Lächeln (h.v.l.): Christianna Charmpa (Akademie FAW DO), Peter M. van Haasteren (Institut dt. Wirtschaft), Dr. Stefan Mühlhofer (Leiter des Stadtarchivs Dortmund), Heiner Dürwald (Jobcenter EN), Holger Ebbighausen (FAW), Marianne Schäfer (FAW Netzwerk) und Birgit Prünte (QVC). Außerdem (unten v. li.): Werner Körsgen (Christopherus-Haus) und Horst Kortwittenborg (Stadtarchiv Dortmund).Foto:Walter Fischer / FUNKE Foto Services

witTen.   „InkHagEN“ hilft Menschen mit Behinderungen bei der Jobsuche. Auf dem Christopherus-Hof informierten sich Arbeitgeber über das Projekt.

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„Wir müssen immer noch ‘ne Schippe mehr drauflegen, um zu überzeugen.“ Horst Kortwittenborg sitzt im Rollstuhl. Er hat eine reguläre Anstellung, arbeitet seit vielen Jahren als Restaurator beim Dortmunder Stadtarchiv. Das Projekt „InkHagEN“ hat Kortwittenborg und zwei weitere Menschen mit Behinderung auf den Christopherus-Hof nach Annen eingeladen. Sie erzählen von ihren Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt.

Im Publikum sitzen rund 50 Unternehmer, Jobcenter-Mitarbeiter und soziale Träger. Alle haben eines gemeinsam: Sie wollen eine inklusive Arbeitswelt in der Region vorantreiben. „InkHagEN“ hilft dabei, Arbeitgeber und schwerbehinderte Menschen zusammenzubringen. „InkHagEN“ steht für „Inklusion in Hagen und im EN-Kreis“. Bei diesem Projekt zur Inklusion, also der Eingliederung behinderter Menschen in die Gesellschaft, arbeiten die Agentur für Arbeit Hagen, das Jobcenter EN und die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) zusammen.

„Ich fühlte mich von den Mitarbeitern verstanden“

„Wir unterstützen die Teilnehmer mit intensiven Beratungen, vermitteln Praktika und im besten Fall auch feste Arbeitsverträge“, erklärt Projekt-Leiterin Christianna Charmpa.

Das Projekt läuft seit Februar 2016 in Witten und Hagen. 31 Menschen mit Behinderung haben dadurch schon einen Arbeitsplatz gefunden. Dies entspricht einer Vermittlungsquote von über 40 Prozent. Sebastian Berls ist seit Februar bei „InkHagEN“. Der Hattinger hat eine Lernschwäche und motorische Schwierigkeiten. „Anders als bei anderen Maßnahmen konnte mir schnell geholfen werden. Ich fühlte mich von den Mitarbeitern verstanden“, betont der 36-Jährige.

„Eine Festanstellung wäre natürlich ein Traum“

Schnell fand sich für ihn ein Praktikumsplatz in der Spülküche des inklusiven Bistros „Kantinetti“. „Die Arbeit hat mir sehr gefallen. Eine Festanstellung wäre natürlich ein Traum.“ Bis es vielleicht soweit ist, trifft sich Berls regelmäßig mit den anderen Teilnehmern und Jobcoachs der „InkHagEN“. In der Gruppe sind Menschen mit Epilepsie, Sehschwäche oder Diabetes. Trotz der unterschiedlichen Handicaps haben alle Teilnehmer das gleiche Problem: „Arbeitgeber hören nur ‘schwerbehindert’ und blocken sofort ab“, sagt Sebastian Berls.

Damit dies nicht passiert, begleiten die Mitarbeiter der „InkHagEN“ die Teilnehmer zu Vorstellungsgesprächen. Für Berls gibt es auf dem Christopherus-Hof noch eine gute Nachricht. Ein Unternehmer hat seinen ausgehängten „Steckbrief“ fotografiert und will sich bei „InkHagEN“ melden. Vielleicht wartet schon ein lang ersehnter Arbeitsvertrag.

>>> Projekt „InkHagEN“ hilft behinderten Menschen


Seit Februar 2016 konnten mithilfe des Projektes 31 schwerbehinderte Menschen in eine sozialversicherungspflichtige Arbeit vermittelt werden.

Mit dem Projekt werden nicht nur schwerbehinderte Bewerber beraten und unterstützt. Auch Arbeitgeber sollen Antworten auf ihre Fragen zum Thema Inklusion erhalten.

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