Politik stellt sich hinter Bürgerwald

Witten hat zwar relativ viel Grün, aber Bäume kann es ja nie genug geben. Mit großer Mehrheit hat der Umweltausschuss einen Antrag der Grünen beschlossen, die Stadt möge einen Bürgerwald prüfen.

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Witten hat zwar relativ viel Grün, aber Bäume kann es ja nie genug geben. Mit großer Mehrheit hat der Umweltausschuss einen Antrag der Grünen beschlossen, die Stadt möge einen Bürgerwald prüfen.

Darin sollen die Wittener Bäume pflanzen können, etwa als „Erinnerung an ein besonderes Lebensereignis wie Hochzeit, Geburt oder Jubiläum“ oder „als nachhaltige Geschenkidee“, wie es in dem Antrag der Öko-Fraktion heißt. Kaum eine Fraktion mochte sich da ausschließen, wenn es um die Schaffung von mehr Grün geht.

Was Art und Größe der Bäume angeht sowie den möglichen Standort, zeigen sich die Grünen und anderen Fraktionen offen. „Wir reden aber nicht von 100 Jahre alten Eichen, eher von kleinen Setzlingen“, sagte Joris Imhauser von den Grünen. „Die Bäume müssen aber nicht auf bestimmte Größen beschränkt sein.“ Man solle nicht „schon jetzt die Schere im Kopf ansetzen“, mahnte der Ausschussvorsitzende, SPD-Fraktionschef Dr. Uwe Rath. Er betonte besonders, dass man sich in einem Bürgerwald um die „Nachhaltigkeit“ kümmern müsse, „dann wird es ein gutes Projekt“.

Baumart und Standort noch offen

Auch der Standort ist Gegenstand des Prüfauftrages. „Es kann genauso die Innenstadt wie die Hölzer sein“, sagte der Antragssteller der Grünen. Er betonte, der Antrag sei nicht gestellt worden, „um irgendwelche Beschlüsse aus den Vorjahren zu relativieren“. Damit spielte Imhauser auf die Baumschutzsatzung an, die das Bürgerbündnis aus SPD und CDU unter großem Protest gestutzt hatte. Wobei der Antrag der Grünen klar darauf Bezug nimmt. Wörtlich heißt es: „Im Zuge der Diskussion um die Folgen der geänderten Baumschutzsatzung sowie die umfangreichen Baumfällungen an der Pferdebachstraße ist es aus unserer Sicht sinnvoll, eine Fläche für einen Bürgerwald bereitzustellen.“

Er solle den Wittenern die Chance bieten, neue Bäume „für seinen Auf- und Ausbau zu spenden“. Die Grünen wollen dabei gern behilflich sein. Sie verfügten über einen guten Kontakt zu einer Baumschule, sagte Imhauser. Außerdem will die Fraktion das Projekt mit „100 Bäumchen“ anschieben, wenn sich die Idee am Ende durchsetzt. Klaus Wiegand (SPD) nannte den Vorschlag der Grünen „sehr vernünftig“, Roland Löpke von den Piraten spendete ebenfalls Beifall. Gerade in der „Kerninnenstadt“ gebe es nur sehr wenig Grün, so Löpke. Die Stadt möge prüfen, ob sich dort ein Bürgerwald realisieren lässt.

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