Pfadfinder

Pfadfinderstamm St. Marien feierte sein 30-jähriges Bestehen

Eine fröhliche Gemeinschaft: Mitglieder des Pfadfinderstamms St. Marien kamen während ihrer Feier rund um die Wittener Marienkirche für den Fotografen zum Gruppenbild zusammen.Foto: Thomas Nitsche - Funke Foto Services

Eine fröhliche Gemeinschaft: Mitglieder des Pfadfinderstamms St. Marien kamen während ihrer Feier rund um die Wittener Marienkirche für den Fotografen zum Gruppenbild zusammen.Foto: Thomas Nitsche - Funke Foto Services

Witten.   Der Pfadfinderstamm St. Marien: eine besondere Gemeinschaft. Das 30-jährige Bestehen wurde rund um die Marienkirche gefeiert.

Seit 30 Jahren gibt es sie, ein Grund, um zu feiern! Wittens Pfadfinderstamm St. Marien tat dies am Wochenende mit Spiel und Spaß rund um die Marienkirche. Mit 65 Mitgliedern ist der 1987 neu gegründete Stamm Teil der weltweiten Pfadfindergemeinschaft, der sage und schreibe rund 36 Millionen Menschen angehören.

Wer bei Pfadfindern an Bärenfellmützen und das „Fähnlein Fieselschweif“ denkt, sollte den Comic weglegen und einen Blick auf die Wirklichkeit werfen. So wie die zahlreichen Besucher, die am Wochenende das Jubiläumsfest der Pfadfinder der St. Marien-Gemeinde besuchten. Hüpfburg, Musik, Lagerfeuer, Tombola, ein gemeinsamer Gottesdienst und sogar ein „Chaosspiel“ standen auf dem Programm.

Björn Stromberg ist der „Stammesälteste“

Wobei: Chaotisch ist bei den Pfadfindern nur das Spiel. Denn sonst geht es im „Stamm“ sehr geordnet zu. Die einzelnen Gruppen sind nach Altersstufen von sieben bis 21 Jahren eingeteilt. Und wer die Altersgrenze erreicht, kann dann selbst Leiter einer Gruppe werden. So wie Björn Stromberg, der „Stammesälteste“ in St. Marien, obwohl er gerade erst 36 Jahre alt ist. Das Jubiläum ist gleichzeitig der dreißigste Jahrestag seiner „Pfadfinderkarriere“, die Stromberg sehr genossen hat. „Da hieß es einfach: Ihr müsst jetzt machen. Und das haben wir getan. Es war großartig!“

Lagerbauten, ein Skatepark, Kistenklettern – dem Tatendrang waren keine Grenzen gesetzt. Heute bildet Björn Stromberg als Stufenreferent der sogenannten Roverstufe selbst Leiter aus und gibt sein Pfadfinderwissen und seine Erfahrung auf diesem Weg weiter.

Eine Liebeserklärung

Mitbestimmung und „Learning by doing“ sind völlig zeitlose Prinzipien. „Für mich steht immer noch das Motto des Gründers der Pfadfinder, Robert Baden-Powell, an erster Stelle“, erklärt Judith Junker (31) aus dem Vorstand der St. Marien-Pfadfinder: „Die Welt ein bisschen besser hinterlassen. als wir sie vorgefunden haben.“ Diese ganz besondere Gemeinschaft zieht auch heute noch erstaunlich viel Nachwuchs an. Auch Kinder von Familien, die geflüchtet sind, gehören zu den eingeschworenen Gruppen, die allen Interessierten, unabhängig von Konfession und Wohnort, offenstehen.

In der Cafeteria stärken sich gerade der neunjährige Fritz, Leo (13) und Anton (12). Was ist denn nun das Faszinierende an den Pfadfindern? Fritz bringt es gelassen auf den Punkt: „A-L-L-E-S!“ Eine buchstabierte Liebeserklärung, die keine weiteren Erläuterungen braucht. Viele empfinden die Zeit bei ihrem Stamm als eine ganz besondere Phase ihres Lebens. Carina Neumann (28) betreute auf dem Fest die Tombola, mit so verlockenden Preisen wie „Fair-Trade-Goldbarren“ und eine Teilnahme an einem Rittermahl, gespendet von der Gaststätte „Excalibur“.

Pfarrer Friedrich Barkey: „Eine tolle Truppe!“

Die 28-Jährige zeigt ihre Kluft, die sie durch ihr Pfadfinder-Dasein begleitet hat. Viele bunte Aufnäher zieren die schlichte braune Jacke. Jeder hat für sie eine besondere Bedeutung: „Da waren wir in Russland und das da ist aus Brasilien. So schöne Erinnerungen!“

Pfarrer Friedrich Barkey, früher selbst begeisterter Pfadfinder, bringt es kurz und knapp auf den Punkt: „Eine tolle Truppe!“

>>> 1987 NEU GEGRÜNDET

Der Pfadfinderstamm St. Marien wurde 1987 neu gegründet und ist Mitglied der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG). Die DPSG ist mit 95 000 Mitgliedern der größte Pfadfinderverband in Deutschland.

In den Stämmen der DPSG können Kinder und Jugendliche in vier Altersstufen das Pfadfinderdasein kennenlernen. Die Wittener sind Mitglied in der 1907 von Robert Baden-Powell gegründeten Weltpfadfinderbewegung. Weitere Informationen zum Pfadfinderstamm St. Marien findet man unter: w ittener-pfadfinder.de.

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