Gesundheit

Norovirus: Zahl der Infektionen steigt in Witten stark an

Die Zahl der Norovirus-Infektionen ist in Witten und dem EN-Kreis wieder stark angestiegen.

Die Zahl der Norovirus-Infektionen ist in Witten und dem EN-Kreis wieder stark angestiegen.

Foto: AOK Nordwest

Witten.  69 Fälle von Norovirus-Infektionen zählt die AOK von Oktober bis Dezember 2021 für Witten und den Kreis. Das sind die Gründe.

Die Zahl der Norovirus-Infektionen ist in Witten und dem EN-Kreis wieder angestiegen. Wie die AOK Nordwest mitteilt, haben die Infektionszahlen wieder das Niveau von 2019 erreicht – nachdem die Verbreitung von Noroviren dank der verstärkten Hygieneregeln im Zuge der Corona-Pandemie deutlich zurückgegangen war.

Seit Mitte Oktober 2021 verzeichne man nun aber wieder steigende Infektionszahlen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach wurden im Ennepe-Ruhr-Kreis von Mitte Oktober 2021 bis Mitte Dezember insgesamt 69 Infektionsfälle gemeldet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres 2020 gab es nur fünf Fälle und im Vergleichszeitraum 2019 – vor der Pandemie – insgesamt 56 Fälle.

Steigende Norovirus-Zahlen mit Lockerung der Corona-Maßnahmen

AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock führt die steigenden Infektionen auf die „Lockerungen der Maßnahmen und die flächendeckenden Öffnungen von Schulen und Kitas sowie vielen öffentlichen Einrichtungen und Freizeitangeboten nach den Sommerferien“ zurück.

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Noroviren seien „für einen Großteil der nicht-bakteriellen Durchfallerkrankungen verantwortlich“. Sie verbreiten sich – meist per Schmierinfektion – immer dort schnell, wo viele Menschen zusammen sind, insbesondere in Kitas, Pflegeheimen oder Krankenhäusern. Besonders betroffen sind Kinder unter fünf Jahren und ältere Menschen.

Die Infektion verläuft in der Regel kurz und heftig. Bei Kindern und Senioren drohen bei länger anhaltenden Durchfällen Kreislaufprobleme, weil sie über geringere Flüssigkeitsreserven verfügen. Betroffene sollten sich nach Angaben der AOK möglichst von anderen Menschen abschirmen – auch noch bis zu zwei Tage nach Abklingen der Symptome. Denn der Erreger ist hochgradig ansteckend und bleibt auch an Lebensmitteln, Türklinken, Toilettensitzen, Handtüchern und Kleidungsstücken mehrere Tage lang infektiös.

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