Insolvenz

Noch kein neuer Investor für PZW in Witten gefunden

Bei PZW wird trotz der Insolvenz im August weiterproduziert. Nach wie vor hoffen die Beschäftigten auf einen Investor, der das Unternehmen übernimmt.

Bei PZW wird trotz der Insolvenz im August weiterproduziert. Nach wie vor hoffen die Beschäftigten auf einen Investor, der das Unternehmen übernimmt.

Foto: Jürgen Theobald, Archiv

witten.   Am 10. August letzten Jahres hat die Press- und Zerspanungstechnik Witten (PZW) Insolvenz angemeldet. Noch hat sich kein neuer Investor gefunden.

Nach der Insolvenz des Autozulieferers PZW im August wird noch immer ein neuer Investor gesucht, der die Firma in Heven übernimmt. „Alles hängt an der Eigentümerfamilie Uhe“, sagt der Erste Bevollmächtigte der IG Metall, Mathias Hillbrandt.

Trotz gut gefüllter Auftragsbücher ist der Betrieb am Esch (früher Galladé) im Sommer ins Schlingern geraten. Weil Produkte und Nachfrage eigentlich stimmen, herrscht nach wie vor Zuversicht, dass es weitergeht. Doch die Suche nach einem zahlungskräftigen Investor für die Press- und Zerspanungstechnik Witten zieht sich hin.

Mögliche Investoren sprechen mit den Kunden

Mögliche Investoren klopften jetzt im Rahmen von Kundengesprächen ab, wie eine künftige Zusammenarbeit aussehen könne, sagt Insolvenzverwalter Markus Wischemeyer. „Vor Beendigung dieser Gespräche ist nicht damit zu rechnen, dass konkrete Kaufangebote eingehen“, so der Bochumer Anwalt.

Dass seit der Insolvenz inzwischen sechs Monate ins Land gegangen sind und noch kein konkreter Abschluss zustande kam, führt der Insolvenzverwalter auf die Größe des Geschäftsbetriebes zurück. Erst müssten sämtliche wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt sein. Wischemeyer erwartet eine Entscheidung bis Ende April.

Die über 250 Beschäftigten (inklusive Leiharbeiter) produzieren derweil weiter. Um die Verluste nicht zu groß werden zu lassen, ist noch ein Sanierungstarifvertrag abgeschlossen worden.

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