Seniorenzentrum

Neues Seniorenzentrum in Herbede öffnet Türen für Besucher

Sind bereits nach anderthalb Wochen ein Herz und eine Seele: Wohnbereichsleiterin Eva Starek (links) und Bewohnerin Marlen Issel.

Foto: Walter Demtröder

Sind bereits nach anderthalb Wochen ein Herz und eine Seele: Wohnbereichsleiterin Eva Starek (links) und Bewohnerin Marlen Issel. Foto: Walter Demtröder

Witten.   Altenzentrum in Herbede stellte beim Tag der offenen Tür seine Räume vor.  Kurz nach der Eröffnung sind die Bewohner bereits „angekommen“.

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Es hatte was von Sommerfest im November: Hüpfburg, Bratwurststand, Bierwagen, Kaffee und Kuchen – dabei war es der Tag der offenen Tür im Seniorenzentrum „Am alten Rathaus“ in Herbede. Einen Tag nach der offiziellen Eröffnung am Freitag kamen mehrere hundert Besucher, um sich über die Angebote und Möglichkeiten des Hauses zu informieren.

Die Verantwortlichen hatten sich gegen öffentliche Führungen entschieden, aber die Mitarbeiter standen den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite und beantworteten alle Fragen. „Wir haben nur positive Reaktionen erhalten und es gab auch konkrete Nachfragen zum Einzug“, sagt Thomas Harazim (35), Geschäftsbereichsleiter der vollstationären Pflege.

Vielen Besuchern gefallen die Räume

Auch Manfred Stirnberg war gekommen, um sich zu informieren. „Meine Mutter ist in diesem Jahr zum Pflegefall geworden. Sie lebt zwar noch alleine, es kommt ein Pflegedienst, aber wir wissen nicht, wie lange das noch funktioniert. Und wir kommen auch selbst in ein Alter, in dem man sich Gedanken machen muss“, sagt der 67-Jährige, dem die Einrichtung „sehr gut gefällt“. Auch Andrea Surey (42) ist von dem Haus begeistert. „Vor allem die großen Aufenthaltsräume und die hellen Zimmer gefallen mir.“

Zwischen 25 und 30 Quadratmeter sind die Zimmer groß. Eine Grundausstattung ist für die Bewohner vorhanden. „Aber“, so Thomas Harazim, „wir regen die Leute an, ihre Möbel mitzubringen. Denn letzten Endes verlässt man sein Zuhause und soll sich bei uns nicht wie in einem Hotel fühlen, sondern in ein neues Zuhause ziehen und das hoffentlich auch als solches anerkennen.“

Lernprozess für beide Seiten

In einem der Zimmer wohnt seit anderthalb Wochen Marlen Issel. „Ich habe mich schon vor langer Zeit für ein Zimmer hier interessiert, noch bevor überhaupt gebaut wurde, weil ich Freunde in Herbede habe“, sagt die 83-Jährige. „Es ist nicht einfach, alles aufzugeben, aber es gefällt mir hier mit jedem Tag besser und das Personal ist ganz reizend.“

Das hört Wohnbereichsleiterin Eva Starek natürlich gerne. „Auch für uns ist noch alles neu“, sagt sie. „Es gibt noch keine festen Strukturen und wir müssen uns noch zurechtfinden. Welche Wünsche haben die Bewohner? Danach werden sich die Strukturen richten. Es ist ein Lernprozess für beide Seiten, der wichtig ist, denn wir sind ja eine kleine Hausgemeinschaft.“

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