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Nach Reisewarnungen: Auch in Witten kann man sich erholen

Idylle pur: die Ruhr in Witten, im Hintergrund oben das Bergerdenkmal auf dem Hohenstein.

Idylle pur: die Ruhr in Witten, im Hintergrund oben das Bergerdenkmal auf dem Hohenstein.

Foto: Kim Kanert / FUNKE Foto Services

Witten.  Düstere Aussichten für die Herbstferien: Für viele EU-Länder gelten Reisewarnungen. Wo kann man überhaupt noch hin und was gibt es in Witten?

Corona macht keinen Urlaub. Das ist die schlechte Nachricht vor Beginn der Herbstferien. Für mehr als die Hälfte aller EU-Länder liegt eine Reisewarnung vor. Wo kann man denn überhaupt noch hin? Wir fragten Reisebüros in Witten und geben selbst ein paar Tipps – für Ferien vor der Haustür.

Für alle, die es in die Ferne zieht, wird das Angebot überschaubar – zumindest, wenn man nach dem Urlaub nicht anschließend in Quarantäne will. Selbst für die niederländischen Provinzen Nordholland, Südholland und Utrecht gelten mittlerweile Reisewarnungen. Dennoch gibt es für diejenigen, die sich nach Wärme sehnen, noch mögliche Ziele. „Was für den Herbst sehr gut geht, ist Griechenland“, sagt Jutta Wedhorn vom Wittener Reisebüro. So können für alle, die in dieser tristen Jahreszeit ein paar Sonnenstrahlen und Schafskäse oder Ouzo genießen wollen, die griechischen Inseln wie Kos und Kreta eine Option sein.

Reiseexpertin aus Witten verkauft auch noch Reisen innerhalb Deutschlands

Auch die portugiesische Insel Madeira kann gebucht werden. Einzige Voraussetzung für den Einlass in die

eindrucksvolle Vulkanlandschaft: Ein negativer Coronatest, der bei Abflug nicht älter als 72 Stunden ist. Alternativ kann auch vor Ort ein Test gemacht werden, dessen Ergebnis nach 12 Stunden vorliegt. „Hier herrscht manchmal etwas Unsicherheit. Für Madeira gelten zum Beispiel andere Vorgaben als für das portugiesische Festland“, sagt Wedhorn.

Natürlich kann aber auch innerhalb Deutschlands gereist werden. „Die Ostseeküste und auch die Nordsee sind weiterhin sehr beliebt“, so die Reiseexpertin. Auch wenn es dort im Herbst jetzt wieder kälter wird, werden Rügen oder Usedom immer noch gerne gebucht.

Witten lädt zum Wandern ein

Wer lieber zu Hause bleiben will, kann aber auch in Witten und Umgebung seine Erholung finden. Für die Wandervögel unter uns bietet sich zum Beispiel der Ruhrhöhenweg an. Die Tourismusförderung des Ennepe-Ruhr-Kreises empfiehlt eine Route, die am Wittener Hauptbahnhof beginnt. Von dort geht es entlang des Stadtparks ins Naherholungsgebiet Hohenstein.

Hier kann am Streichelzoo, den vielen Bächen und Seen etwas entspannt oder beim Minigolf der sportliche Wettkampf gesucht werden. Doch aufgepasst: Einige steile Steigungen sind bei der Wanderung zu überqueren. Die wunderschöne Landschaft entschädigt allerdings für die Strapazen.

Birgit Tüselmann von der Tourismusförderung des EN-Kreises empfiehlt zudem eine Wanderung durch das Muttental. Hier werden Bergbaugeschichte, Kultur und Natur vereint.

Auch die Nachbarstädte haben was zu bieten

Keine Lust auf Wandern? Kein Problem. Auch für diejenigen, die lieber etwas schneller unterwegs sind und Witten doch mal verlassen wollen, gibt es im Kreis Möglichkeiten. In Hattingen kann die Stadt zum Beispiel aus einer ganz besonderen Perspektive besichtigt werden. Per Segway geht es hier am Parkplatz der Henrichshütte los und hinein in den historischen Stadtkern mit seinen 150 Fachwerkhäusern.

Auch der Kletterwald im benachbarten Wetter hat offen. Wer den Hochseilgarten auf dem Harkortberg erklommen hat, kann die schöne Sicht auf den gleichnamigen See genießen. Wer danach noch nicht genug hat, kann sich auf der Skatebahn „Ruhr-Inline“ die schnellen Rollen anschnallen. Über 12 Kilometer kann man sich am Kemnader See an der Grenze von Bochum zu Witten richtig austoben. Falls es in den Herbstferien mal zu kalt ist, ist man danach in jedem Fall aufgewärmt.

Tourismusförderung des EN-Kreises bietet keine geführten Touren an

Normalerweise würde der EN-Kreis das auch als geführte Tour anbieten, derzeit können sie das alles aber nur für Privatleute empfehlen. „Wir haben versucht, wieder solche Tagestouren in allen Bereichen auf die Beine zu stellen. Leider scheiterte das oft an den Leistungspartnern“, sagt Touristikfachfrau Birgit Tüselmann.

Dennoch: Auch in Witten und Umgebung kann man die Ferien genießen. Man muss nur wissen wo.

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