Feuerwehr

Nach Gaseinsatz: Im Rathaus stinkt es noch einige Tage

Im Serverraum des Wittener Rathauses hatten sich am Montagabend (9.9.) Notfall-Batterien – jede etwa so groß wie eine Autobatterie – aufgebläht. Es stank nach Säure.

Im Serverraum des Wittener Rathauses hatten sich am Montagabend (9.9.) Notfall-Batterien – jede etwa so groß wie eine Autobatterie – aufgebläht. Es stank nach Säure.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Witten.  Fünf defekte Notfallbatterien haben im Wittener Rathaus für einen Feuerwehreinsatz gesorgt. Nach dem Lüften arbeitet die Verwaltung nun wieder.

Im Wittener Rathaus hatten sich fünf Notfall-Batterien aufgebläht und beißenden Geruch verströmt: Dieser Gaseinsatz der Feuerwehr am späten Montagabend (9.9.) ist noch einmal glimpflich verlaufen. Dank der frühen Reaktion der Hausmeisterin, hat der Vorfall keine Auswirkungen auf die Arbeit der Stadtverwaltung. Dennoch wunderten sich Mitarbeiter und Rathaus-Besucher am Dienstag über den unangenehmen Duft.

Hausmeisterin Ana Hünneke hatte den Geruch am Montagabend gegen 20 Uhr bei einem Rundgang bemerkt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Ein zwölfköpfiger Löschzug und ein Rettungswagen rückten an. Der Geruch ging von defekten Notstrom-Batterien im EDV-Raum des Rathauses aus, die den Server der Stadt im Falle eines Stromausfalles eine Stunde lang mit Energie versorgen können. 40 Stück davon stehen hintereinandergeschaltet (insgesamt 480 Volt) in einem Schrank etwa von der Größe eines Kühlschranks. Fünf Batterien waren aufgebläht und drohten zu platzen.

Brandwache bis 7 Uhr im Einsatz

Die Feuerwehr klemmte die Batterien ab, damit sie sich abkühlen konnten, so Stadtsprecher Helmut Sonder. So war die Gefahr, dass größere Mengen Säure in dem Raum freigesetzt werden, schnell gebannt. Vier Brandwachen beobachteten die Batterien noch bis morgens gegen 7 Uhr. Ebenso lange lief auch noch der Hochleistungslüfter der Feuerwehr, der den Gestank so gut es ging aus dem Gebäude blies.

Dennoch war der Vorfall nicht ganz ungefährlich: Die Feuerwehr hatte in dem betroffenen Raum eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration in der Luft gemessen. Bei den Messungen am Morgen bewegten sich alle Werte wieder im Normbereich. Laut Feuerwehr wird der Gestank noch eine Weile bleiben, stellt aber keine Gefahr für die Gesundheit dar.

Warum sich die Batterien aufgebläht hatten, ist unklar. Nach Auskunft der Feuerwehr werden sie regelmäßig kontrolliert, deshalb passiere so etwas äußerst selten. Doch es bleibe immer ein Restrisiko. Die defekten Batterien werden entsorgt und möglichst schnell durch neue ersetzt, damit die Computer im Rathaus auch bei einem Stromausfall weiter funktionieren, so EDV-Chef Andreas Hasenberg.

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