Thomas Cook

Nach Cook-Pleite ist die Verunsicherung auch in Witten groß

Das Reisebüro Thomas Cook im Celestian-Bau in Witten an der Bahnhofstraße.

Das Reisebüro Thomas Cook im Celestian-Bau in Witten an der Bahnhofstraße.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.  Nach der Pleite von Thomas Cook laufen im Wittener Büro des Reiseanbieters die Telefone heiß. Besorgte Kunden rufen an, die Unklarheit ist groß.

Die Pleite von Reiseveranstalter Thomas Cook wirkt sich unmittelbar auf das Geschäft vor Ort aus. Beim gleichnamigen Reisebüro im Celestian-Haus melden sich am Montag (23.9.) viele verunsicherte Kunden. Kommt ihre Reise noch zustande? Oder: Ist der Rückflug aus dem Ferienparadies gesichert?

Der britische Touristikkonzern hat Insolvenz angemeldet. Deshalb ist der Verkauf von jeglichen Cook-Reisen gestoppt, auch durch Tochtergesellschaften. Für das Wittener Thomas-Cook-Reisebüro und dessen Kunden bedeutet das Unklarheit. Auch andere Wittener Reisebüros sind betroffen, die Reisen von Thomas Cook anbieten.

Zukunft des Thomas-Cook-Reisebüros auf der oberen Bahnhofstraße ist ungewiss

So viel Trubel gab es wahrscheinlich schon lange nicht mehr in dem kleinen Ladenlokal an der oberen Bahnhofstraße . Permanent klingeln an diesem Montagmorgen Telefone. Besorgte Kunden suchen Rat. Während sie sich Gedanken über ihren Urlaub machen, steht für das Wittener Reisebüro die Zukunft auf der Kippe. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt.

Thomas Cook sei in Deutschland profitabel, heißt es in einem Gespräch mit einem Kunden. Mitarbeiterin Cornelia Mairitz lässt den Kopf denn auch nicht hängen. „Wir hoffen, dass es weitergeht“, sagt sie. Ansonsten können und dürfen die Kundenberater nach eigenen Angaben keine weiteren Informationen mitteilen.

Kunden wissen trotz guter Beratung nicht, wie es weitergeht

Kunden, die eine Reise bei Thomas Cook gebucht haben und gleich an diesem Morgen zu ihrem Reisebüro eilen, sind nicht viel schlauer als vorher. „Obwohl wir gut beraten wurden, wissen wir nicht, ob unsere Reise stattfindet“, sagt ein Ehepaar namens Schwarz. Wie man aus den Medien hört, wurden alle Reisen abgesagt, die am Montag (23.9.) und Dienstag (24.9.) beginnen. Was ab Mittwoch (25.9.) wird, stehe noch nicht fest.

Unter den Urlaubern, die am Montag auf dem Düsseldorfer Flughafen gestrandet sind, weil ihr Flieger in die Sonne sie nicht mitnimmt, sind ebenfalls Betroffene aus Witten. Detlef Radeke wollte mit Freunden nach Malle. Erst kurz vorher erfahren sie, dass Eurowings sie nicht mitnimmt. „Wo bekommen wir denn nun unsere Koffer wieder?“

Zurück nach Witten. Bei anderen Reisebüros, die Pauschalurlaube mit Thomas Cook anbieten, laufen die Telefone ebenfalls heiß. Doch auch dort herrscht Ungewissheit. „Wir können noch nicht sagen, welche Konsequenzen das für unsere Kunden hat“, sagt Annette Marre vom Reisebüro Wedhorn. Das DER-Reisebüro empfiehlt: „Es bleibt den Kunden nicht anderes übrig als abzuwarten.“ Dort rät man zu Gelassenheit. Schließlich seien alle Reisen versichert.

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