Zwiebelino-Freizeitpark

Mit Maske und Mindestabstand: „Zwiebelino“ in Witten gefällt

Durchschütteln, mit Maske oder Mindestabstand: Vorwiegend junge Menschen bevölkern die Fahrgeschäfte auf der Zwiebelino-Vergnügungsmeile im Park hinter dem Saalbau in Witten.

Durchschütteln, mit Maske oder Mindestabstand: Vorwiegend junge Menschen bevölkern die Fahrgeschäfte auf der Zwiebelino-Vergnügungsmeile im Park hinter dem Saalbau in Witten.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  Im Park hinter dem Saalbau in Witten hat der temporäre Freizeitpark „Zwiebelino“ eröffnet. Angebot und Hygienekonzept gefallen den Besuchern.

Ein temporärer Freizeitpark ist wie eine Kirmes, die eingezäunt ist. Das sagt zumindest Veranstalter Andreas Alexius, der das Projekt „Zwiebelino – der Sommerhit“ organisiert hat. Dann lacht er. Denn ganz so einfach war es natürlich nicht, den Freizeitpark, der die Wittener bis zum 9. August hinter dem Saalbau bei Lust und Laune halten soll, auf die Beine zu stellen.

„Es hat Zeit gekostet, alle Hygiene-Regeln zu berücksichtigen. Aber ich bin mit dem Ergebnis zufrieden“, so der 47-jährige Veranstalter. Schade seien nur die heißen Temperaturen. Denn das Eröffnungswochenende wartet mit Rekordtemperaturen auf und drückt so die Besucherzahl nach unten. Zwar dürften sich nach Corona-Vorschrift 1000 Personen zeitgleich auf dem Gelände aufhalten, doch am Eröffnungstag (31.7.) waren es nur insgesamt 600, über den Tag verteilt.

Am Samstag (1.8.) sieht es besser aus – im Kassenbereich herrscht schon am frühen Nachmittag reger Betrieb. Die Besucherinnen Jenny (33) und Christine Rührig (65) finden die beschränkte Personenanzahl aufgrund der Corona-Regeln gut. „Ich finde es angenehm, dass es nicht so voll ist wie auf einer normalen Kirmes. Der Mindestabstand kann gut eingehalten werden“, sagt Jenny Rührig, während sie gekonnt ein plüschiges Faultier aus dem Kuscheltier-Automaten zieht. Auch Christine Rührig ist begeistert: „Die Stände stehen weit auseinander, überall gibt es Spender mit Desinfektionsmittel und Waschstationen - das zeugt von guter Organisation, ich fühle mich kein bisschen eingeschränkt“.

Maskenpflicht nur im Eingang, an den Ständen und Fahrgeschäften

Die 65-Jährige trägt eine Maske aus buntem Stoff – denn im Eingangsbereich, an den Ständen und bei den Fahrgeschäften herrscht Maskenpflicht. Generell dürfen die Masken aber auf dem Gelände in der Tasche bleiben. Doch das Tragen des Mund- und Nasenschutzes hat sich mittlerweile offenbar so eingebürgert, dass viele Besucher ihn gar nicht abnehmen.

Ein paar Stände weiter sitzen Sascha und Saskia Porrmann zusammen mit ihren Söhnen Luca (9) und Lennox (11) unter einem Sonnenschirm in der „Piratenbar“ und genießen ihre kalten Getränke. Lennox ist voller Tatendrang und kann seine Fanta gar nicht schnell genug austrinken. Gleich wollen die Brüder noch zum „Musikexpress“ und zur „Amazonasbahn“. Sascha Porrmann nippt hingegen sehr entspannt an seinem Radler. „Für so eine kleine Stadt ist das doch eine schöne Sache, dass endlich mal wieder etwas los ist“, sagt der Wittener.

Wittener Schausteller: Seit Weihnachten keine Einnahmen mehr

Hier gibt es mehr Artikel, Bilder und Videos aus WittenDirekt am Eingang befindet sich das Kinderkarussell von Heiner Aufermann. Der 53-Jährige ist Schausteller in der vierten Generation. „Wir haben seit Weihnachten keine Einnahmen mehr gehabt, das ist bei laufenden Kosten eine Katastrophe“, erzählt der Wittener. Umso glücklicher sei man jetzt, dass es langsam wieder losgehe. „Ich bin dankbar, überhaupt wieder zu arbeiten.“ Nun hoffen Veranstalter und Schausteller auf angenehmere Temperaturen für die nächste Woche, damit noch mehr Besucher kommen. Auf der gegenüberliegenden Seit des Platzes betreibt Daniel Gusik (33) die „Sahara Rally“. Seine Bilanz: „Natürlich könnten die Einnahmen höher sein. Aber ein bisschen ist für den Anfang immer noch besser als gar nichts.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben