Wohnen

Mieterverein Witten: Vonovia legt keine prüfbaren Belege vor

Knut Unger vom Mieterverein (r.) beim Bürgerprotest gegen die Wohnungs- und Mietpolitik der Vonovia in Witten.

Knut Unger vom Mieterverein (r.) beim Bürgerprotest gegen die Wohnungs- und Mietpolitik der Vonovia in Witten.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  Der Streit mit Vonovia um erhöhte Mieten geht weiter. Der Mieterverein Witten hatte nun beim Konzern Akten gewälzt. Ohne den gewünschten Erfolg.

Die von der Vonovia verlangten Mieterhöhungen nach Modernisierungen in Heven sind auch weiterhin nicht belegt. Das teilt der Mieterverein Witten mit.

Laut dem Mieterrat Heven, in dem sich Bewohner der Schulze-Delitzsch-Straße und der Raiffeisenstraße engagieren, stieg nach der Renovierung die Grundmiete von 5,30 auf bis zu 7,40 Euro/m². Das seien 48 Prozent und liege 35 Prozent über einer Vergleichsmiete im Wittener Mietspiegel. Dagegen hatten Anwohner mit Unterstützung des Mietervereins noch im Mai protestiert.

Mieterverein: Konzern treibt Mieten durch Modernisierungen in die Höhe

Der Verein hatte dem Vonovia-Konzern vorgeworfen, durch Modernisierungen die Mieten bewusst in die Höhe zu treiben, um damit sogar die Umbauten zu finanzieren. Nun wurde zwar am Bochumer Firmensitz eine Einsicht in insgesamt 22 Aktenordner gewährt. „Bei den Ausdrucken von internen Aufstellungen und Scans handelte es sich aber nicht um die verlangten Originalbelege“, so Knut Unger, Sprecher des Mietervereins. Auch zu wesentlichen Kosten hätten keine ausreichenden und prüffähigen Belege vorgelegen.

Der Mieterverein hatte Vonovia aufgefordert, bei einem weiteren Termin zur Akteneinsicht die Originale und fehlenden Unterlagen vorzulegen. Unger: „Die betroffenen Mieter können bis dahin weiterhin die Zahlung ihrer Mieterhöhung zurückbehalten.“

Unger: Unterlagen fehlen, Kostenbelege nicht nachgewiesen

Die Vonovia habe u.a. keine prüfbaren Rechnungen und Verträge zu den auf die Mieter umgelegten angeblichen Kosten von Architekten und Ingenieuren vorlegen können. Auch fehlten Unterlagen zu den Kosten, die dem Konzern durch die gelieferten Bauteile, das eingesetzte Personal oder die beauftragten Subunternehmen entstanden sind. Unger weiter: „Auch die Abnahme und tatsächliche Durchführung sämtlicher Arbeiten und die Grundlagen für die Ermittlung der Instandhaltungsabzüge wurden nicht nachgewiesen.“

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