Pferdebachstraße

Medizin-Firma soll Interesse an alter Bahnfläche haben

Das im Mai 2016 eröffnete Ärztezentrum auf dem Gelände des einstigen Güterbahnhofs Ost an der Wittener Pferdebachstraße. Ein Neubau soll sich direkt an dieses Gebäude anschließen, so die bisherigen Planungen.Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Das im Mai 2016 eröffnete Ärztezentrum auf dem Gelände des einstigen Güterbahnhofs Ost an der Wittener Pferdebachstraße. Ein Neubau soll sich direkt an dieses Gebäude anschließen, so die bisherigen Planungen.Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.   Auf dem alten Güterbahnhof Ost-Gelände tut sich etwas. Nach Informationen unserer Zeitung will dort ein Medizin-Unternehmen investieren.

Die Pferdebachstraße entwickelt sich immer mehr zur Gesundheitsmeile, nicht zuletzt das dortige Gelände des alten Güterbahnhofs Ost. Nachdem dort im Mai 2016 ein neues Fachärztezentrum eröffnet hat, nur einen Steinwurf entfernt vom Ev. Krankenhaus mit einer neuen großen Gemeinschaftspraxis, soll sich nun ein Wittener Unternehmen aus dem Medizinbereich für das letzte Teilstück des alten Bahngeländes interessieren – so die Informationen unserer Zeitung.

Das rund 4300 m² große Grundstück wird von der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW (BEG) in Essen im Auftrag der Bahn vermarktet. Die BEG hält sich allerdings bedeckt, was die künftige Nutzung angeht. Klaus-Dieter Büttner, der dort für das Projekt „Güterbahnhof Ost“ zuständig ist, will mit Hinweis auf noch laufende Gespräche weder den Namen des Interessenten noch die Branche nennen. „Ich bin da zur Verschwiegenheit verpflichtet“, sagt er.

Ein Kandidat sprang ab

Im Juli vergangenen Jahres hatte Büttner mit zwei Wittener Unternehmen verhandelt, die sich das noch freie Areal teilen wollten, auf dem die ehemalige Güterhalle steht. Der Essener hoffte, bis Ende 2016 die Kaufverträge abschließen zu können. Daraus wurde nichts. Denn ein Kandidat sprang ab. Jetzt hofft die BEG auf eine Vertragsunterzeichnung in diesem Herbst.

Das Architekturbüro Frielinghaus und Schüren hat auf dem Gelände das Ärztezentrum geplant – das die Essener Investorengruppe Domus errichtete – außerdem die hinter dem Zentrum liegenden Betriebsgebäude des Bus-Unternehmens Killer. Wenn jetzt durch einen weiteren Investor neu gebaut wird, soll sich dieses Gebäude direkt an das viergeschossige Ärztezentrum anschließen. Architekt Andreas Schüren: „So ist das jedenfalls im Masterplan vorgesehen.“ Das neue Gebäude würde sich dann in einem Bogen Richtung Westfalenstraße erstrecken.

Beschleunigtes Verfahren

Der Mindestkaufpreis für das noch freie Grundstück ist mit knapp 300 000 Euro angesetzt worden. Auf dem Areal dürfen weder Wohnungen noch produzierendes Gewerbe entstehen, auch kein Einzelhandel, der Kaufleuten in der City das Leben erschweren könnte. Nach WAZ-Informationen will der Kaufinteressent für ein neues Gebäude auch Arztpraxen interessieren. Stadtbaurat Stefan Rommelfanger hat bereits signalisiert, dass die Verwaltung ein Baugenehmigungsverfahren beschleunigt bearbeiten wird. „Denn wir haben als Stadt ein großes Interesse daran, die Revitalisierung des ehemaligen Bahngeländes zu unterstützen.“

Gut hat sich das schon bestehende Fachärztezentrum entwickelt. Neben dem Hauptmieter, einer Dialyse-Praxisklinik, findet man hier unter anderem Urologen, eine chirurgische und eine Hautarzt-Praxis. Im Erdgeschoss hat gerade eine Apotheke eröffnet. Daneben richtet sich ein Sanitätshaus in diesen Tagen ein. Kein Zweifel: Die Pferdebachstraße wird immer mehr zu einer zentralen Achse im Wittener Gesundheitswesen, neben dem Marien-Hospital, dem Centro Vital in Annen und dem Rathaus der Medizin in Herbede.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben