Reiten

Mädchen und Jungen genießen Ferien auf dem Pferderücken

Sitzt fest im Sattel: Judith beim Ferienreitkurs auf dem Reiterhof von Nils Altenbernd in Witten-Bommern.

Foto: Jürgen Theobald

Sitzt fest im Sattel: Judith beim Ferienreitkurs auf dem Reiterhof von Nils Altenbernd in Witten-Bommern. Foto: Jürgen Theobald

Witten.  Mädchen und Jungen lernen beim Sommerkurs in der Anlage an der Frielinghauser Straße das Reiten. Doch erstmal üben sie das Balancieren.

Nils Altenbernds Reitanlage liegt ganz idyllisch in Bommern an der Frielinghauser Straße – oberhalb des Muttentals. Die Sonne scheint auf den Stall und die Wiesen. Die Pferde schnauben friedlich in ihren Boxen. „Das ist wie Urlaub hier“, sagt Altenbernds Mutter Iris zur Begrüßung. Dabei haben sie, ihr Sohn und die sechs Mitarbeiter alle Hände voll zu tun. 17 Kinder und Jugendliche tummeln sich auf dem Gelände. Es ist ihr erster Tag beim Ferienreitkurs.

Da gibt es eine Menge zu lernen und zu entdecken. „Die Kinder kommen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen“, sagt Nils Altenbernd. „Manche können schon eigenständig reiten, andere dagegen haben noch nie auf einem Pferd gesessen.“

„Mit den kleinen Ponys darf man Gassi gehen"

In der Halle reiten gerade vier der erfahrenen Ferienkinder auf den Schulpferden. Draußen bei den Anfängern sind die Shetlandponys Rambo und Minou im Einsatz. Die Jungen und Mädchen laufen mit den Ponys durch einen Parcours aus Kegeln und Balancier-Stangen. Ein kleines Mädchen erklärt eifrig: „Auf den großen Pferden kann man reiten. Aber mit den kleinen Ponys darf man nur Gassi gehen.“

Auf die Frage, ob sie an ihrem ersten Vormittag auf dem Reiterhof schon was gelernt haben, antworten die Jungen und Mädchen wild durcheinander. „Man darf nicht vor den Pferden gehen, sondern immer rechts daneben“, ruft Charlotte. „Und man darf sich die Schlaufe nicht um die Finger wickeln. Sonst werden die eingeklemmt, wenn das Pferd losläuft“, ergänzt Lisa. „Und nicht laut schreien und niemals von hinten an die Tiere rangehen“, beendet Amelie die Lehrstunde.

Reitlehrer hat schon viele Titel gewonnen

Viele von ihnen sind schon zum zweiten oder sogar dritten Mal bei den Ferienkursen dabei. „Es ist schön zu sehen, wie sich die Kinder innerhalb einer Woche entwickeln“, sagt Nils Altenbernd. „Sowas motiviert mich bei der harten Arbeit.“ Nils Altenbernd liebt seinen Job. Dafür ist er aber auch rund um die Uhr im Einsatz. Altenbernd gibt nicht nur Reitunterricht, sondern tritt auch selbst bei Turnieren an. Beim Springreiten und der Dressur hat er schon einige nationale und internationale Titel geholt.

„Als ich acht Jahre alt war, bin ich mit einer Klassenkameradin zum ersten Mal zum Reiten gegangen. Eigentlich hab ich Fußball gespielt. Aber die Pferde waren mir irgendwann wichtiger“, sagt Altenbernd. Damals war er als Junge ganz allein unter Mädchen. Heute habe sich das Geschlechterverhältnis aber zum Glück etwas verändert. „Wir haben immer auch ein paar Jungen im Kurs. Das finde ich schön.“

Diesmal ist Lukas mit dabei. Über die Mädchen im Kurs sagt der blonde Junge, sie seien „ganz okay“. Obwohl er doch lieber unter Seinesgleichen ist. Sein Argument: „Jungs können einfach besser Fußball spielen.“


>> NOCH PLÄTZE FREI

In der kommenden Woche sind noch Plätze für den Ferienkurs frei. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren.

Der Kurs kostet pro Teilnehmer 150 Euro. Die Kinder werden von10 Uhr bis 15 Uhr betreut und lernen das Reiten in Theorie und Praxis. Anmeldungen sind per Mail möglich: info@reiten-in-witten.de

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