Ruhrtal-Tourismus

Lösung für Nostalgie-Züge im Ruhrtal gefunden

Der Dampfzug auf der Museumszugstrecke unter der Omega-Brücke in Witten-Herbede.

Foto: Foto: EN-Kreis

Der Dampfzug auf der Museumszugstrecke unter der Omega-Brücke in Witten-Herbede. Foto: Foto: EN-Kreis

Witten.   Der Museumszug ist 2018 am ersten Sonntag im Monat unterwegs. Die Ruhrtalbahn fährt an Feiertagen, anderen Sonntagen, freitags und samstags.

Die Ruhrtahlbahn GmbH und das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen werden auch nach der Aufkündigung ihrer Partnerschaft zum Jahresende 2017 in der Saison 2018 ein umfangreiches Angebot an Nostalgiefahrten im Ruhrtal auf die Schiene bringen.

Bei einem Termin mit dem Trassen-Eigner TER, einer RVR-Tochter, in Essen haben sich die bisherigen Partner auf einen Kompromiss verständigt.

Leiter des Eisenbahnmuseums ist zufrieden

Danach bekommt das Eisenbahnmuseum die Mehrzahl der klassischen (Dampf-)Fahrtage zugeteilt: die ersten Sonntage von April bis Oktober. An diesen will Museumsleiter Harald Reese zwischen dem Museum und Wengern-Ost historische Züge aus dem Museum pendeln lassen. „Das ist eine Lösung, mit der wir ganz gut leben können“, so Reese.

„Für uns waren die Fahrten mit dem eigenen Zug an diesen Tagen wirklich wichtig.“ Die Züge werden 2018 in der Regel von einer Diesellok gezogen, weil das eigene Dampfross, die P 8, erst mal durch den TÜV gebracht werden muss. Man werde sich aber bemühen, das ein oder andere Mal auch eine Dampflok anzumieten.

Auch Tigges sieht „vernünftigen Kompromiss“

Reese wäre auch gerne an weiteren Sonntagen gefahren, musste darauf aber im Zuge des Kompromisses verzichten. Dafür darf er die Trasse jetzt auch an einem Samtag im Monat nutzen. Er überlegt, dann das „Schweineschnäuzchen“ bis Wengern-Ost rollen zu lassen, den museumseigenen Schienenbus von 1936. „Das ist eine neue Chance“, so Reese.

„Das ist ein vernünftiger Kompromiss“, findet auch Stefan Tigges, dem das Touristikunternehmen Ruhrtalbahn GmbH künftig alleine gehört. „Jeder weiß jetzt verhältnismäßig klar, wer wann fährt. Die Kollegen aus Bochum fahren am ersten Sonntag im Monat, wir fahren an den sonstigen Tagen.“

Die Einigung beim Trassenbetreiber sieht vor, dass die Ruhrtalbahn GmbH die Strecke an den „weiteren“ klassischen Fahrtagen nutzen darf – an Feiertagen wie Ostermontag, 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Tag der Einheit und Allerheiligen. Darüber hinaus bekommt sie Tigges an den „anderen“ Sonntagen zugewiesen, also dem zweiten, dritten und vierten im Monat. Dann will er seinen Schienenbus „Teckel“ zwischen Witten Hbf. und Hattingen pendeln lassen – mit Fahrt übers Wittener Viadukt und Richtungswechsel in Wengern-Ost.

Damfzug soll bis Witten Hbf. fahren

Am ersten und dritten Freitag und am zweiten und vierten Samstag im Monat soll der Bus zwischen Hattingen und Hagen pendeln. Tigges wird zudem drei oder vier Fahrten mit angemieteten Dampfzügen an ersten Sonntagen anbieten: Diese fahren ab Hagen nördlich der Ruhr bis Witten Hbf.

Dort wird die Lok umgespannt. Dann geht’s über das Wittener Viadukt auf die Südseite und dort zurück nach Hagen.

>>> INFO: Alte Strecke vom Museum bis Hagen fährt keiner mehr

  • Die Gesamtzahl der Fahrten ändere sich kaum, so Tigges. An den ersten Sonntagen fuhr auch bisher der Museumszug. Aber: Er pendelt nur noch bis Wengern-Ost.

  • Tigges’ Schienenbus, Standort Hagen, fährt im Westen nur noch bis Hattingen.
    Tigges will mit dem Museum kooperieren, gleiche Tarife anbieten, gemeinsam Tickets verkaufen, Fahrpläne aushängen.

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