La dolce vita auf der Orgel

  Giuliana Maccaroni und Martino Pòrcile sind ein eingespieltes Team, privat und auf der Orgelbank. Seit über 20 Jahren machen die beiden Norditaliener zusammen Musik, am liebsten Oper. Aber Oper auf der Orgel? Für Maccaroni und Pòrcile ist das kein Problem – das zeigte sich bei ihrem Auftritt in St. Marien.

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Giuliana Maccaroni und Martino Pòrcile sind ein eingespieltes Team, privat und auf der Orgelbank. Seit über 20 Jahren machen die beiden Norditaliener zusammen Musik, am liebsten Oper. Aber Oper auf der Orgel? Für Maccaroni und Pòrcile ist das kein Problem – das zeigte sich bei ihrem Auftritt in St. Marien.

„Heute wird Ihnen die Orgel wie ein ganzes Orchester erscheinen”, kündigt Christian Vorbeck, Kantor der Marienkirche vor dem Konzert an. Im Gepäck haben die beiden Organisten italienische Opernklassiker. Gleich der erste Marsch von Gioachino Rossini hat es in sich. Vier Hände und vier Füße fliegen über die Tasten und Pedale des beweglichen Spieltischs. Dazu donnern Rossinis dramatische Melodien von der Empore. Von ganz tiefen Basstönen bis zu den durchdringenden Hochdruck-Pfeiffen bleibt kaum ein Register unbenutzt. Maccaroni und Pòrcile spielen mitreißend und halten den Spannungsbogen bis zum Ende aufrecht.

Mit Giovanni Morandi und Vincenzo Bellini stehen noch zwei andere Opernkomponisten auf dem Programm. Aber das Herz der beiden Organisten schlägt für Rossini. „Es muss ja so sein. Schließlich ist Rossini in Pesaro geboren. Das ist die Stadt, in der wir leben”, verrät Giuliana Maccaroni nach dem Konzert. Vor über 200 Jahren lebte Rossini in Pesaro an der Adria. Er war als Opernliebhaber und Feinschmecker bekannt. Nur zwei Mal soll der berühmte Italiener geweint haben. Einmal, als eine seiner Opern missglückte und einmal, als ihm eine getrüffelte Ente in den Gardasee fiel. Auch Maccaroni und Pòrcile lieben Oper und gutes Essen. Deshalb ist klar, was sich die beiden nach dem Konzert in Witten gönnen: Bier, Kartoffelsalat und Würstchen.

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