Bauarbeiten

L 924 in Witten-Herbede: Sanierung dauert vier Jahre

Der Kamperbach wirkt eher wie ein Straßengraben: Die Wittener Straße wird rundum saniert und bekommt erstmals einen Entwässerungskanal.Links soll bald ein Radweg verlaufen. Foto:Nitsche

Der Kamperbach wirkt eher wie ein Straßengraben: Die Wittener Straße wird rundum saniert und bekommt erstmals einen Entwässerungskanal.Links soll bald ein Radweg verlaufen. Foto:Nitsche

  Im Herbst 2018 beginnt die Erneuerung der Wittener Straße zwischen Herbede und Hammertal. Erst wird für die Entwässerung gebuddelt.

Die Sanierung der Pferdebachstraße startet im Spätsommer. Wenige Monate später beginnen die Vorbereitungen für eine zweite große Baumaßnahme, die Autofahrern viel Geduld abverlangt: Der Umbau der Wittener Straße (L 924) zieht sich ganze vier Jahre hin.

Zwar wird die Fahrbahndecke der Landesstraße zwischen Herbede und Hammertal erst ab 2020 in Schuss gebracht. Aber ab Herbst 2018 geht es bereits um eine verbesserte Entwässerung. Denn bei Starkregen kommt es dort immer wieder zu Überflutungen. „Eine Autobahn sechsstreifig auszubauen ist einfacher als die Sanierung der Wittener Straße“, sagt Thomas Schittkowski, Projektleiter bei Straßen NRW. „Die Straße ist voll mit Versorgungsleitungen, die alle umgelegt und neu sortiert werden müssen.“

Im Herbst 2018 werden Bäume gerodet

Neu gemacht wird das knapp zwei Kilometer lange Teilstück zwischen Steinenhaus an der Stadtgrenze zu Hattingen und dem Autobahnzubringer zur A 43 in Herbede. Im Herbst werden zunächst Bäume und Büsche gerodet. 2019 beginnt der Landesbetrieb dann mit dem Bau einer Regenkläranlage und einem Regenrückhaltebecken etwa unterhalb der Autobahnbrücke. Geklärtes Oberflächenwasser wird dann in den Kamperbach geleitet.

Zeitgleich buddelt die Entwässerung Stadt Witten (ESW) an der Kreuzung Wittener Straße/Kämpenstraße, um den Kamperbach zu verlegen. Er verläuft zurzeit unter der Wohnbebauung und soll dann unter der Straße fließen. ESW spendiert ihm größere Rohre (2,25 Meter breit und 1,20 Meter hoch), durch die künftig viermal so viel Wasser abfließen kann. „Das ist nötig, weil es bei Starkregen im Bereich Wittener Straße/Kämpenstraße immer wieder zu Überflutungen kommt“, erklärt Rainer Gerlach von der ESW. Auch dort, wo der Bach offen fließt, bekommt er ein breiteres Bett.

„Abschnittsweise Vollsperrungen“

Wenn die Entwässerung steht, beginnen die eigentlichen Straßenarbeiten im Jahr 2020. Veranschlagt sind anderthalb Jahre Bauzeit. Autofahrer müssen laut Straßen NRW von „abschnittsweisen Vollsperrungen“ ausgehen. Die Zufahrten zu den Gewerbebetrieben blieben aber frei.

Und danach? Gibt es auf dem wichtigen Autobahnzubringer dann weniger Stau? Thomas Schittkowski glaubt schon: Der Linksabbieger zur A 43 verbreitert sich von einer auf zwei Spuren. Die Kreuzung zur Kämpenstraße bekommt zwar eine Ampel, die werde aber den Verkehr nicht verlangsamen: Sie sei mit der Autobahnampel gekoppelt. Beide zeigen bestenfalls „grüne Welle“. Und eine gute Nachricht für Radfahrer: Sie bekommen erstmals einen drei Meter breiten Streifen, der für beide Richtungen vorgesehen ist.

>> Kamperbach fließt teils durch Rohre

Der Kamperbach entspringt in Durchholz, fließt durch Kämpen, West-Herbede und mündet am Steinenhaus in den Pleßbach.

Der Bach läuft verrohrt von der Kämpenstraße/Höhe Westerweide unter der Wittener Straße und dem kleinen Gewerbegebiet (EK Fahrzeugtechnik) hindurch und schlängelt sich dann offen über die Därmannschen Wiesen.

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