Fridays for Future

Kirche und Politik machen bei großer Klimademo in Witten mit

Bei der letzten Demo am 6. September waren nur wenige Schüler unterwegs.

Bei der letzten Demo am 6. September waren nur wenige Schüler unterwegs.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  Zahlreiche Wittener Organisationen rufen zum Klimaprotest auf. Am Freitag (20.9.) soll die bisher größte Demo auf dem Rathausplatz stattfinden.

An diesem Freitag (20. September) wird weltweit ein großer Klimastreik der „Fridays for Future“_Bewegung ausgerufen – in mehreren 100 deutschen Städten und 80 Ländern der Erde. Auch in Witten findet dazu eine Kundgebung statt – die Demonstration soll die größte der vergangenen Monate werden.

Die Demo für mehr Umweltschutz startet um 12 Uhr am Rathausplatz. Dabei marschieren diesmal nicht nur die Schüler, sondern auch Erwachsene mit. Die „Parents for Future Witten“ rufen zur Teilnahme auf, bitten Geschäfte in dieser Zeit zu schließen und Unternehmen, ihren Arbeitnehmern für die Zeit frei zu geben. Die Eltern haben in einem offenen Brief an die Schulleitungen gefordert, alle Schüler sollen die Demo vor dem Rathaus unterstützen können. Strafen für die Demoteilnahme und Prüfungen am Freitag sollte es nicht geben. Unerlaubtes Fehlen werde aber ausdrücklich nicht unterstützt, so die „Parents for Future“.

Vorher gibt es Andachten und Gebete in der Johanniskirche

Auch der Evangelische Kirchenkreis Hattingen – Witten ruft auf, mit zu demonstrieren. Die Teilnehmer werden eingeladen, um 11.30 Uhr in die Johanniskirche zu kommen. Dort gibt es zunächst Andachten und Gebete zum Thema Klimaschutz, anschließend gehen alle zur Demo rüber. Die Parteien schließen sich ebenfalls dem Klimaprotest an: Unter anderem rufen Grüne, Piraten und Jusos zur Teilnahme auf.

„Bochumbolzt“, eine Initiative der Uni Witten/Herdecke, kommt am Freitag auch auf den Rathausplatz. Am Samstag wollen die Mitglieder dann praktisch anpacken: Die Initiative räumt den Stadtpark auf. Um 12 Uhr will sie gemeinsam mit den Bürgern Müll aufsammeln. „Bochumbolzt“ hofft bei beiden Veranstaltungen auf rege Beteiligung.

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