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Kemnade in Flammen wieder mit umstrittener Sicherheitsgebühr

Mit zwei Euro sind sie dabei: Hier ein Bild von den vielen Zuschauern bei „Kemnade im Flammen“ im Jahr 2017, als die Sicherheitsgebühr erstmals eingeführt wurde.

Foto: Klaus Pollkläsener, Archiv

Mit zwei Euro sind sie dabei: Hier ein Bild von den vielen Zuschauern bei „Kemnade im Flammen“ im Jahr 2017, als die Sicherheitsgebühr erstmals eingeführt wurde. Foto: Klaus Pollkläsener, Archiv

Trotz des Ärgers im Vorjahr halten die Macher von „Kemnade in Flammen“ an der umstrittener Sicherheitsgebühr fest. Was sagen andere Veranstalter?

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Pfingsten steht Kemnade wieder in Flammen. Bei einem der größten Volksfeste in der Region werden an den Feiertagen 50 000 Besucher am See erwartet. Sie müssen erneut eine Sicherheitsgebühr bezahlen.

Vom 18. bis 21. Mai veranstaltet die Ruhr Event GmbH die Freiluftparty am Hafen Oveney. Geschäftsführerin Tuong Vi-le war 2017 in die Kritik geraten: Ohne Ankündigung wurden Besucher über zwölf Jahren am Einlass mit zwei Euro zur Kasse gebeten. „Wegelagerei!“, schimpften manche Ausflügler, während die Organisatoren auf die drastisch erhöhten Sicherheitskosten verwiesen.

Veranstalter: Es gab kaum Störungen

Die Gebühr habe sich bewährt, so Tuong Vi-le. Anders als in den Vorjahren sei es 2017 kaum zu Störungen oder Verletzungen gekommen. Deshalb werden die zwei Euro auch in diesem Jahr an den Einlassschleusen fällig. Neu: Für Radfahrer und Inlineskater, die nur das Gelände durchqueren, wird es eine Zeitkarte geben und die Gebühr am Ausgang zurückerstattet.

Zwei Euro – das mag sich nicht nach viel anhören, aber der Wittener Show-Veranstalter Matthias Lutz (51) rechnet anders: „50 000 Besucher mal zwei Euro, das macht 100 000 Euro. Die brauchen Sie bestimmt nicht für die Sicherheit, Das ist too much“, winkt er ab, also „zu viel“. Im Übrigen habe er im Vorjahr bei Kemnade in Flammen nicht mehr Security gesehen als sonst. Er würde von einer solchen Gebühr Abstand nehmen. „Dann lieber das Bier 20 Cent teurer machen und den Gästen wirklich ein Gefühl von Sicherheit geben.“ Zwei Euro seien nichts anderes als ein „verdeckter Eintritt“.

Zeltfestival bestreitet Kosten für Security aus Eintritt

Für das Wittener Stadtmarketing ist ein solcher Aufschlag kein Thema. „Wie wollen Sie das auch händeln?“, fragt Geschäftsführerin Inge Nowack. „Wir haben ja keinen Einlass. Die Stadt ist für alle offen.“ Wenn auf langen Straßen gefeiert werde wie zuletzt bei der Himmelfahrtskirmes, lasse man Wassercontainer aufstellen, um mögliche Attentäter in Lkw abzuhalten.

Das Zeltfestival Ruhr bestreit seine Sicherheitsmaßnahmen aus den Eintrittsgeldern von vier Euro. Veranstalter Heri Reipöler: „Eine gesonderte Sicherheitsgebühr werden wir weiterhin nicht erheben.“

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