Kabelklau

S-Bahn-Verkehr zwischen Witten und Dortmund weiter gestört

Die S-Bahn fährt derzeit nicht zwischen Witten und Dortmund. Wegen Kabeldiebstahls funktionieren die Schrankenanlagen an vier Übergängen nicht mehr.

Die S-Bahn fährt derzeit nicht zwischen Witten und Dortmund. Wegen Kabeldiebstahls funktionieren die Schrankenanlagen an vier Übergängen nicht mehr.

Foto: Barbara Zabka/ FUNKE Foto Services

Dortmund/Witten.  Am Donnerstag kommt es weiter zu Störungen im S-Bahn-Verkehr zwischen Witten und Dortmund. Unbekannte hatten an einem Bahnübergang Kabel geklaut.

Wegen gestohlener Kabel kommt es beim S-Bahnverkehr zwischen Witten-Annen und Dortmund-Barop auch am Donnerstagmorgen weiterhin zu Störungen. Bereits am Mittwoch hatte es auf der Strecke Einschränkungen gegeben. Züge der Linien S5 und S8 fallen teilweise aus.

Laut Bundespolizei haben am Dienstag Diebe ein Kabel für die Leit- und Sicherheitstechnik unter der A-40-Brücke in Dortmund (Schnettkerbrücke) geklaut. Die Störung wirkte sich bis zum Haltepunkt Witten-Annen-Nord aus.

Unbekannte haben ein Kabel durchtrennt

Laut Volker Stall von der Bundespolizeiinspektion Dortmund entdeckten Techniker der Bahn den Schaden am Dienstagabend um 18.20 Uhr. Im Stellwerk blinkte eine rote Lampe auf einem Tableau auf, woraufhin ein Techniker vor Ort nachschaute und feststellen musste: Unbekannte haben im Erdbereich an der S-Bahnlinie ein Kabel durchtrennt.

Wie viele Meter fehlen, sei noch nicht klar. Der Bahnverkehr sei sofort eingestellt worden, so eine Bahnsprecherin.

Stellwerk regelt Schranken an vier Bahnübergängen

Das Kabel gehört zu einem elektrischen Stellwerk, das vier Bahnübergänge regelt, an denen daraufhin die Schrankenanlagen nicht mehr funktionierten: Stockumer Straße in Witten sowie in Dortmund Menglinghauser Straße, Kruckeler Straße und Harkortstraße. Angaben zur Dauer der Störung, konnte die Bahn am Donnerstagmorgen noch nicht machen. Techniker seien vor Ort. Für Pkw sind die Bahnübergänge geöffnet.

Umleitungen und Ersatzverkehr

Für S-Bahnkunden heißt das: Züge aus Hagen kommend werden ohne Halt umgeleitet. Zwischen Witten und Dortmund wurde ein Ersatzverkehr mit einem Bus der Firma Reimann Reisen und einem Bus der Firma Hoffmann Reisen eingerichtet. Außerdem empfiehlt die Bahn Pendlern, auf den RE4 umzusteigen.

Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und Spuren gesichert. Zeugen können sich unter der kostenlosen Rufnummer 0800-688800 melden.

Kabeldiebe werden selten geschnappt

„Wir haben mit Kabeldiebstählen extrem zu kämpfen“, sagt die Bahnsprecherin. „In der Regel wird der Plastikmantel des Kabels entfernt und das Metall, meist Kupfer, an Schrotthändler weiterverkauft“, so Volker Stall. Die Zahl der Kabeldiebstähle nehme zu, sobald der Buntmetallpreis steige.

„Im Moment ist der Preis nicht so hoch, deswegen ist die Zahl der Kabeldiebstähle eher gering.“ Tatverdächtige werden selten geschnappt: Sie schlagen an entlegenen Stellen zu, an denen es kaum Zeugen gibt. Sie bringen sich aber auch in große Gefahr, so Volker Stall. „Zum einen, weil Züge auf den Strecken fahren, zum anderen, weil man auch ein stromführendes Kabel erwischen kann.“

>>> Ist mein Zug pünktlich? Die Bahn informiert online über Ankunfts- und Abfahrtszeiten:

Zum Abfahrtsmonitor
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben