Feuerwehr

Jugendfeuerwehr macht in Witten Schule

1Feuerwehrtechnische Ausbildung der Jugendfeuerwehr an der neuen Feuerwache Bommern. Lennart (15) und Maik (16) von der Bommeraner Jugendgruppe üben im September 2014 den Umgang mit B- und C-Rohren. Foto: WAZ FotoPool / Klaus Pollkläsener

1Feuerwehrtechnische Ausbildung der Jugendfeuerwehr an der neuen Feuerwache Bommern. Lennart (15) und Maik (16) von der Bommeraner Jugendgruppe üben im September 2014 den Umgang mit B- und C-Rohren. Foto: WAZ FotoPool / Klaus Pollkläsener

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Witten.   Mit Jugendgruppen bekämpft die Freiwillige aktiv ihre Nachwuchssorgen. Die neue in Rüdinghausen ist die neunte. Nur zwei Löscheinheiten haben noch keine.

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Auch Rüdinghausen bekommt eine eigene Jugendfeuerwehr – es ist die erste im Stadtteil und die neunte in ganz Witten. Offiziell gegründet wird die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Rüdinghausen zum 1. Januar 2015.

Die allererste Jugendfeuerwehr („Altstadt“) wurde 1982 in Bommerholz gegründet, es folgte Heven 1995. Inzwischen gibt es stadtweit acht Gruppen mit 150 Kindern und Jugendlichen. „Und es ist unser Ziel, dass jede Freiwillige Feuerwehr ihre eigene Jugendgruppe hat“, sagt Stadtjugendfeuerwehrwart Andreas Witte.

Dieses Ziel rückt in greifbare Nähe. Es gibt zwölf Löscheinheiten der Freiwilligen. Vormholz und Buchholz haben eine gemeinsame Jugendgruppe. Nach der Gründung der Rüdinghauser Jugendfeuerwehr (Nr. 9) fehlt nur noch eine in Annen und in Durchholz – und auch dort wird laufen Überlegungen, ein eigene Jugendgruppe aus der Taufe zu heben oder sich einer vorhandenen anzuschließen.

Die „Freiwillige“ geht in die Nachwuchsoffensive. Sie muss die eigene Zukunft sichern. Für die Nachwuchssorgen macht Thorsten Günther, stv. Löschzugführer in Rüdinghausen, an erster Stelle die Aussetzung der Allgemeinen Wehrpflicht 2010 verantwortlich. „Als der Wehrdienst abgeschafft wurde und damit auch die Alternative des Wehrersatzdienstes bei der Feuerwehr hat uns das den Zulauf abgekniffen, das haben wir deutlich gemerkt.“ In der Rüdinghauser „Freiwilligen“ machten früher sieben oder acht jungen Männer ihren Wehrersatzdienst. Diese Zeiten sind vorbei. Die 1908 gegründete Löscheinheit zählte vor zehn Jahren noch knapp 40 Aktive, heute sind es nur noch 32.

Deshalb freute sie Thorsten Günther jetzt auch über die 13 vorläufigen Anmeldungen zur neuen Jugendfeuerwehr nach einer Informationsnachmittag für Kinder, Jugendliche und Eltern in Rüdinghausen. Hinzu kommen vier Kinder von Mitgliedern der Löscheinheit. Weitere Anmeldungen sind willkommen. „Auffällig viele Mädchen sind bisher dabei, vier oder fünf, das finde ich schön“, sagte Thorsten Günther, „es zeigt doch, dass auch Mädchen sich für technische Sachen interessieren.“

Als Zugnummer für die Jugendfeuerwehr erweise sich das zweijährige Ausbildungs-Model, so Günther. Ab dem 16. Lebensjahr werden Jugendliche durch spezielle Ausbilder auf den aktiven Dienst vorbereitet. Zu den Inhalten gehören Brand- und Löschlehre, Fahrzeug- und Gerätekunde. Nach zwei Jahren habe die jungen Leute die Ausbildung in der Tasche. Sie werden zum Feuerwehrmann bei der „Freiwilligen“ ernannt und können übergangslos in den aktiven Dienst der Löscheinheit treten.

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