Radverkehr

Jeder Tritt in die Pedale zählt beim Stadtradeln

Sonja Eisenmann, li., und Claudia Angenendt werben für das Stadtradeln. Ab 20. Mai nimmt Witten an dem Wettbewerb teil, bei dem Städte Kilometer sammeln können.

Sonja Eisenmann, li., und Claudia Angenendt werben für das Stadtradeln. Ab 20. Mai nimmt Witten an dem Wettbewerb teil, bei dem Städte Kilometer sammeln können.

Foto: Thomas Nitsche

  Stadtradel-Aktion läuft vom 20. Mai bis 9. Juni. Möglichst viele Wittener sollen in der Zeit aufs Autofahren verzichten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Autofahren statt Radeln? Puh, wer macht denn sowas? Mit dem Projekt „Stadtradeln“ will die Verwaltung den Wittenern in die Pedale helfen. Für alle, die verschreckt zum Autoschlüssel greifen: Es geht um drei Wochen, vom 20. Mai bis 9. Juni, und nicht darum, die meisten Kilometer auf die Kette zu kriegen. Hauptsache, man fährt Rad.

Der Regionalverband Ruhr (RVR) bietet das Stadtradeln seit zehn Jahren an, Witten nimmt unter Federführung der städtischen Klimaschutzbeauftragten Sonja Eisenmann zum ersten Mal daran teil. „Wir sind ganz stolz, denn schon jetzt haben sich 90 Wittener angemeldet.“ Bis Samstag kann man sich auf der Seite stadtradeln.de/witten registrieren.

App zählt die Kilometer mit

Dort kann man auch eine Teilnehmer-App herunterladen: Das Handy zeichnet die gefahrenen Kilometer auf und übermittelt sie in einen Online-Radelkalender. Zudem kann man über die Funktion „Radar“ schadhafte Stellen markieren. Wichtig ist nicht die Zahl der gefahrenen Kilometer, sondern die Zahl der Teilnehmer.

Bereits angemeldet haben sich Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der Uni, der Edelstahlwerke, der Wabe und des ADFC. „Ich wohne zum Beispiel in Dortmund“, sagt Sonja Eisenmann. Die zwölf Kilometer bis zu ihrem Arbeitsplatz in Annen will sie per Rad erledigen. Kollegin Claudia Angenendt wohnt in Bochum, der Arbeitsweg wäre ihr zu weit. Sie will in der Freizeit mehr fahren, vielleicht am Wochenende.

Förderantrag für Radverkehrskonzept läuft

Verkehrsplanerin Claudia Angenendt ist bei der Stadt zuständig für die Erstellung des vom Rat beschlossenen Radverkehrskonzepts. Ein Förderantrag läuft, „wir rechnen in den nächsten Monaten mit einer Zusage“. Dann würde ein Ingenieurbüro das Konzept erstellen. Mit „Stadtradel“ will sie nicht nur die Infrastruktur für den Radverkehr verbessern, sondern generell fürs Zweirad werben.

Für die Aktion suchte Sonja Eisenmann übrigens relativ lange einen „Stadtradelstar“ – jemand, der drei Wochen lang vorbildhaft aufs Auto verzichtet und nur Rad (oder Bus und Bahn) fährt. Nach langem Suchen fand sich Stefan Borggraefe von der Wittener Piraten-Fraktion. Ab Samstag tritt er bei Wind und Wetter in die Pedale.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (2) Kommentar schreiben