Einschulung

i-Dötzchen starten in Witten in den Ernst des Lebens

Imke (li.) und Emilia sind zwei der 70 Erstklässler, die am Donnerstag an der Brenschenschule in Bommern in den „Ernst des Lebens“ starteten.

Imke (li.) und Emilia sind zwei der 70 Erstklässler, die am Donnerstag an der Brenschenschule in Bommern in den „Ernst des Lebens“ starteten.

Foto: Barbara Zabka

Witten.   738 Mädchen und Jungen haben gestern ihren ersten Schultag erlebt. Liebevoll gestaltete Schultüten zeugen von Fantasie und Einsatz der Eltern.

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Sie sind bunt, sie sind individuell – und viele sind so groß und schwer, dass der eigentliche Besitzer sie gar nicht selbst tragen kann: Gemeint sind die prall gefüllten Schultüten der Erstklässler, für die am Donnerstag der vielbesagte „Ernst des Lebens“ begann. 738 Wittener i-Dötzchen schulterten zum ersten mal den Tornister.

An der Brenschenschule in Bommern mussten die ABC-Schützen allerdings bis nach dem ersten Unterricht warten – erst dann durften die Eltern ihren Kindern die fast immer selbst gebastelten, heiß begehrten Zuckertüten übergeben.

Lange Bastel-Abende für die Schultüte

Ein Dinosaurier hier, eine Eule da, und dazwischen viele bekannte Disney-Charaktere – vielen Schultüten sieht man die stundenlange Bastelarbeit und Kreativität der Eltern an. Wobei: „Ich habe schon klare Anweisungen bekommen, was drauf soll“, erzählt Stefanie Di Carlo lachend. Ihre Tochter Emilia ist Meerjungfrau-Fan, entsprechend sieht die liebevoll gestaltete Tüte aus.

Auch Monika Martin Lema saß „zwei lange Abende“ an der Schultüte ihrer Tochter Lorena. Die ist auf der Tüte sogar selbst abgebildet: als Vampir. „Weil sie schon lange immer davon erzählt, dass sie sich nachts mit ihrer besten Freundin in der Vampirschule treffen würde.“

Klassische Füllung

Gefüllt ist das Einschulungsgeschenk der kleinen Vampir-Dame aber ganz klassisch mit Zubehör für den nun beginnenden Schul-Alltag: Trinkflasche, Turnbeutel, Schlampermäppchen, Portemonnaie. Dazu kommen ein paar Rätselhefte, ein Buch und natürlich auch Süßigkeiten. „Wir haben das ja alles schon mal durchgemacht, aber es ist immer wieder aufregend“, sagt die 45-jährige Mutter.

Vor lauter Nervosität konnte Erstklässlerin Lena in der Nacht vor dem großen Tag nicht gut schlafen. „Und ich war ganz früh wach, alle anderen haben noch geschlafen“, erzählt die 6-Jährige. Zusammen mit Freundin Mathea steht sie strahlend auf dem Schulhof der Breschenschule. „Sehr schön“ sei der erste Schultag gewesen, da sind sich die beiden einig. „Ich freu mich auf den Unterricht, weil es Spaß macht zu schreiben. Meine große Schwester hat mir schon ein wenig beigebracht“, erzählt die 6-Jährige stolz.

Die ganze Familie kommt zur Einschulung

Ganz entspannt hingegen ist Phil in den Tag gestartet. „Ich bin als letzter aufgestanden“, grinst er. „Dann haben die Kinder noch ganz entspannt gespielt. Ich denke, wir Eltern waren aufgeregter“, sagt Mutter Sabrina Schmitz. Den großen Bruder Alex hat die Familie für die Einschulung von der Schule befreien lassen – und da sind sie nicht die einzigen. Viele i-Dötzchen haben an diesem Tag nicht nur Verstärkung durch ihre Eltern, sondern auch durch ältere Geschwister, Großeltern, Tanten, Onkel und so weiter.

Auf dem Schulhof wird es zum Fototermin der i-Dötzchen daher richtig voll. Eltern und Angehörige drängen sich hinter einem Absperrband, ein wenig erinnert es an Bilder vom roten Teppich. An diesem Tag sind die Erstklässler die begehrten Stars. Auch Schulleiter Thomas Bartelworth ist glücklich und etwas erschöpft: „Man schläft schlecht in den Tagen zuvor.“

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