Kultur

Humboldtplatz wird wieder zum Freiluft-Wohnzimmer

So voll ist es auf dem Humboldtplatz nur, wenn Tummelmarkt ist.

So voll ist es auf dem Humboldtplatz nur, wenn Tummelmarkt ist.

Foto: tummelteam

  Der mittlerweile zehnte Tummelmarkt steigt am 16. Juni. Neu dabei sind ein Kaffeeröster, eine Kochschule und ein Fashion-Label aus Witten.

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Der Tummelmarkt im Wiesenviertel hat sich zu einer der beliebtesten Veranstaltungen in Witten entwickelt. Am Samstag, 16. Juni, gibt es die zehnte Ausgabe dieser Mischung aus Streetfood, Wochenmarkt, Straßenmusik und Handgemachtem auf dem Humboldtplatz. Wie immer haben die Veranstalter einige Stände an junge Wittener Gründer vergeben.

„Uns ist es wichtig, dass mindestens eine Handvoll Stände aus Witten kommen“, sagt Lisa Marie Wagner, die vor vier Jahren den Markt gegründet hat und noch immer organisiert. „Alte Hasen“ sind inzwischen das Knut’s, Benno’s Brauhaus und Heikos Crêpesbude. Es gibt wieder Stände mit Duftseifen, Marmeladen oder Lakritz.

Tummeltränke öffnet zum zweiten Mal

Neuentdeckungen aus Witten sind diesmal die kleine Hevener Kochschule Smuthaus und das Fashion-Geschäft „Pottitüde“. Unter diesem Namen vertreibt Timo Budzinski eine nachhaltige Kleidungskollektion mit Revier-Charme. Auch Andreas Lichtenberg schaut vorbei, der an der Westfalenstraße seit Kurzem eine Kaffeerösterei betreibt. Bereits zum zweiten Mal sorgt die Tummelmarkt-Initiative selbst für Erfrischungen und bietet an ihrer „Tummeltränke“ ausgewählte Schorlen und Weine an.

Lisa Marie Wagner und Julius Schippmann organisieren den Markt, „nebenbei, denn eigentlich haben wir beide Vollzeitjobs“, so die 27-Jährige. Vor allem die Wintermonate, in der die Vorbereitungen laufen, seien stressig. Für die Tummelei gibt es dann drei Termine – im April, Juni und September. „Jetzt ist eigentlich Routine“, sagt Lisa Marie Wagner.

35 Pavillons aufstellen

In wenigen Tagen werden sie und ihre Mitstreiter wieder mit wohnlichen Accessoires den Humboldtplatz aufhübschen und die 35 Pavillons aufstellen. Die alten Ohrensessel, Tischchen oder Stehlampen hat die Initiative übrigens zumeist gespendet bekommen – gerade sie sorgen aber für das liebevolle und entspannte Flair.

Verliert man eigentlich nie die Lust auf die Marktplanung? Lisa Marie Wagner ist da ein wenig selbstkritisch. „Beim Tummelmarkt im letzten September hatte ich schon solche Gedanken. Es hatte nur geregnet und wir haben anschließend tagelang die Pavillons trocknen müssen. Da habe ich mich schon gefragt, ob ich das nochmal machen möchte.“

Andererseits ist da ihre Heimatliebe. „Ich bin Wittenerin und mir ist es wichtig, für Witten einen Beitrag zu leisten.“ Es gibt schließlich auch tolle Momente, wie diese Aussage eines Passanten über das Wort Tummeln: „Tummeln ist der Vorgänger von bummeln. Da sind viele Menschen auf einem Knubbel, die noch gar nicht so recht wissen, wo sie hin wollen . . .“

>> Firmen unterstützen Viertelfest

Der Tummelmarkt findet in Trägerschaft des Wiesenviertel-Vereins und in Kooperation mit dem Stadtmarketing statt. Finanziell unterstützt wird er von Daniel Immobilien, dem Einrichtungshaus Ostermann, Lohmann Stahl und der Volksbank Witten-Bochum. Anfangs finanzierte die Stellwerk-Initiative den Markt über Fördergelder für das „Schwarzmarkt“-Projekt.

Infos: tummelmarkt.de oder facebook.com/tummelmarkt

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