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Hoteliersfamilie Riepe setzt auf Witten

Hotelier Hans-Georg Riepe und seine Tochter Veronika im Haus Witten vor den ausgehängten Plänen für ihren Hotelneubau.Foto: Joachim Haenisch / Funke Foto Services

Hotelier Hans-Georg Riepe und seine Tochter Veronika im Haus Witten vor den ausgehängten Plänen für ihren Hotelneubau.Foto: Joachim Haenisch / Funke Foto Services

witten.   Die Pläne für das neue Vier-Sterne-Hotel hinter dem Parkhotel wurden den Bürgern vorgestellt. Hans-Georg Riepe möchte beide Häuser betreiben.

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Die Dortmunder Hoteliersfamilie Riepe möchte hinter ihrem bisherigen Parkhotel an der Bergerstraße ein neues, barrierefreies Hotel mit 80 Zimmer bauen. Am Donnerstag hatte das Planungsamt Bürger zu einem Informationsabend über das geplante Projekt ins Haus Witten eingeladen. Gekommen waren gerade einmal eine Handvoll Interessierter. Unsere Zeitung sprach auf der Veranstaltung mit Hotelier Hans-Georg Riepe und seiner Tochter Veronika darüber, warum das Familienunternehmen in einen geschätzt acht Millionen teuren Neubau in Witten investieren möchte.

Errichten wollen die Riepes das siebengeschossige Hotel mit 60 Einzel- und 20 Doppelzimmern hinter ihrem Parkhotel aus den 70er Jahren – im Grünzug zwischen dem bisherigen Hotelparkplatz und dem Saalbauparkplatz, wie Arne Merres vom Planungsamt erläuterte. Ein Grundstück, das dem Kulturforum gehört und in früheren Zeiten – mit der dort bis 1925 tätigen Zeche Franziska – auch Wittener Bergbaugeschichte schrieb. In etwa vier Wochen soll, so Merres, ein Gutachten vorliegen, das zeigen wird, mit welchem Untergrund die Hotelplaner zu rechnen haben.

„Witten war gesetzt“

Dank einer boomenden Wirtschaft und dem Ruhrtalradweg sei auch in Witten mit steigenden Übernachtungs- und Touristenzahlen zu rechnen, betonte Meeres. Der hinzufügte, dass auch in den Nachbarstädten derzeit viele neue Hotels entstehen würden. Allein in Dortmund solle es laut der dortigen Wirtschaftsförderung künftig zwischen 25 und 30 neue Hotels geben. Die Hoteliersfamilie Riepe besitzt neben dem Wittener Parkhotel noch Häuser in Herdecke (Zweibrücker Hof), im Dortmunder Kreuzviertel, in Unna und in Lünen.

Hans-Georg Riepe (72) sagt, seine Familie habe auch überlegt, in anderen Städten zu bauen. „Aber Witten war gesetzt.“ Wenn der Wittener Rat im Juni 2019 – so die bisherige zeitliche Planung der Stadt – grünes Licht für einen notwendigen neuen Bebauungsplan und einen geänderten Flächennutzungsplan gibt, soll die Ruhrstadt um ein Vier-Sterne-Hotel reicher werden, das auch über einen Sauna- und Wellness-Bereich verfügen wird. Wird dann das bisherige Parkhotel schließen? Hans-Georg Riepes Tochter Veronika, wie zwei ihrer Brüder auch Geschäftsführerin im Familienunternehmen, schüttelt den Kopf. „Nein, die dortigen 64 Zimmer werden weiter vermietet. 2005 haben wir zum Teil die Bäder modernisiert.“

„Das ist eine große Konkurrenz“

Das bisherige Parkhotel soll aber nicht mehr über ein eigenes Restaurant verfügen. Dieses werden Hotelgäste dann im Erdgeschoss des Neubaus finden. Was wird aus dem bisherigen Café des Parkhotels im neunten Stock, von dem aus Generationen von Wittenern einen grandiosen Ausblick über die Stadt genossen haben, im Sommer sogar im Freien, vom Balkon des Cafés aus? In der jetzigen Form werde es wohl nicht weitergeführt, wenn der Neubau stehe, sagt Hans-Georg Riepe. „Aber man könnte es für Feiern und andere Veranstaltungen nutzen. Das überlegen wir noch.“

Angesprochen auf den geplanten Hotelneubau (Drei-Sterne-Haus, 132 Betten) gegenüber vom Busbahnhof, sagt der Kaufmann: „Keine Frage, das ist natürlich eine große Konkurrenz. Aber eine Konkurrenz sind für uns auch Bochumer Hotels.“

>>> ANBINDUNG AN DIE BERGERSTRASSE

Das neue Vier-Sterne-Hotel soll wie das Parkhotel über die Bergerstraße zu erreichen sein. Ein Gutachten geht von einer zusätzlichen Verkehrsbelastung für die Straße durch das neue Hotel von 80 Fahrten in 24 Stunden aus. Arne Meeres vom Planungsamt: „Das ist verträglich.“

Wird der geplante Neubau realisiert, könnten für den Saalbau einige Parkplätze wegfallen, so Meeres.

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