Pflanzaktion

Herbeder verschönern ihre Baumbeete

Michael Schütte schiebt seine Schubkarre zum nächsten Baumbeet.

Michael Schütte schiebt seine Schubkarre zum nächsten Baumbeet.

Foto: Fischer

Witten.   Bürgerkreis und Heimatverein Herbede organisierten eine Pflanzaktion auf der Meesmannstraße. Auch die Verschönerung des Tunnels steht an.

Fleißige Helfer kümmerten sich am Samstag um die vernachlässigten Baumbeete auf der Meesmannstraße. Zwischen der Vormholzer Straße und der Kirchstraße wurden Stockrosen, Malven, Glockenblumen, Witwenblumen und Taubenscabiosen gepflanzt. Finanziert und durchgeführt wurde die Aktion vom Bürgerkreis und dem Heimatverein Herbede. Anwohner und Passanten begrüßten die Aktivitäten.

„Viele Beete sind verkrautet“, weiß Dorothea Schulte. Die Diplomingenieurin für Garten- und Landschaftsarchitektur ist spezialisiert auf die Gestaltung naturnaher Gartenanlagen. „Für harte Böden eignet sich zum Beispiel Wiedehopf“, erläuterte sie und pflanzte ihn ein. Verwendet wurden ausschließlich heimische Pflanzen. Zwischen sechs und zehn Helfer fanden sich am Samstag zur Durchführung der Pflanzaktion ein. Für Ärger sorgten immer wieder Zigarettenkippen und Abfall in den Beeten. Anwohner stellten Wasser bereit, damit die neu eingesetzten Pflanzen anschließend begossen werden konnten.

„Diese Baumbeetaktion ist nur eine von vielen Aktivitäten“, erklärt Dieter Boele, Vorsitzender des Bürgerkreises Herbede. So werden, wie berichtet, aktuell Anstrengungen unternommen, um die schäbige Unterführung zum Stausee aufzuwerten. „Wir brauchen hier mehr Licht und neue Farbe. Auch bislang fehlende Fahrradschienen an den Treppen sollen installiert werden.“ Mit Unterstützung des Herbeder Heimatvereins wurde die Unterführung gesäubert. Der Tunnel soll verschönert werden, um den Stadtteil besser für Fußgänger an das Ruhrtal anzubinden.

Kultursommer und Regionalmarkt

Weitere Aktivitäten sind der Kultursommerabend am 15. Juli an der Sparkasse und der Regionalmarkt am 23. September, der wieder heimische und ökologische Erzeugnisse aus eigener Herstellung in den Mittelpunkt stellt. Der Bürgerkreis Herbede setzt sich auch für spürbare Verbesserungen im Radverkehr ein. So sollte für Radfahrer auf der Vormholzer Straße ein Radstreifen auf dem Bergstück der Straße markiert werden, um die Sicherheit zu erhöhen. Für die Wittener Straße wird durchgehend die Einrichtung von Tempo 30 gefordert.

„Nächstes Jahr werden weitere Stolpersteine zum Gedenken an jüdische Familien eingebaut, etwa an der Gerberstraße“, kündigt Vorsitzender Dieter Boele an. Der Bürgerkreis trifft sich einmal monatlich in der Gaststätte Am Pütt und freut sich über Interessenten, die mitarbeiten möchten.

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