Fernsehen

Herbeder Köchin gibt bei SAT.1 den Löffel ab

Köchin Suri Ramoska mit ihrem Löffel voll Selbstgekochtem.

Foto: SAT.1, Benedikt Müller

Köchin Suri Ramoska mit ihrem Löffel voll Selbstgekochtem. Foto: SAT.1, Benedikt Müller

Witten.   Suri Ramoska tritt in der TV-Show „The Taste“ an. Die Chefin des Restaurants „Steiger No. 57“ möchte mit regionaler Küche Star-Köche überzeugen.

Kennt man Suri Ramoska nicht irgendwoher? Richtig, die 38-Jährige führte vier Jahre lang den Ratskeller und fand anschließend im kleinen und feinen Herbeder Restaurant „Steiger No. 57“ ein neues Zuhause. Bald dürften viel mehr Menschen die experimentierfreudige Köchin kennen: Sie tritt mit ihren Zubereitungskünsten am Mittwochabend (20.15 Uhr, Sat.1) bei der Kochshow „The Taste“ im Fernsehen an.

„The Taste“ ist die Fernsehsendung mit den Löffeln: Die Kandidaten kochen für die Spitzenköche Cornelia Poletto (46), Alexander Herrmann (46), Frank Rosin (51) und Roland Trettl (46) und stapeln ihr Gericht auf einen einzigen Löffel. Es zählt allein der Geschmack – the taste eben. Genau das Konzept gefiel der 38-jährigen Wittenerin. „Irgendwie will man ja wissen: Wie weit komme ich bei so etwas eigentlich“, sagt sie.

Von 1000 Bewerbern blieben 40

Ihr Werdegang zeigt, dass die gebürtige Mazedonierin kein Neuling am Kochtopf ist. Jahrelang kochte sie in Hotels, im Intercontinental in Düsseldorf und Wien, im Radisson, Le Meridien, in der Patisserie des Kölner Hyatt, bei der Neueröffnung des Hyatt Düsseldorf. „Da wollte ich jetzt eine besondere Herausforderung.“

Auf ihre Bewerbung meldete sich kurze Zeit später der Fernsehsender und lud sie zu einem Probekochen nach Köln ein. Schließlich durfte sie zur Show. „Aus 1000 Bewerbern wurden 40 ausgewählt. Dass ich darunter bin, macht mich richtig stolz“, sagt sie. Den Spitzenköchen servierte sie sechs Komponenten auf dem Löffel: weißes Bohnenpüree mit Lammkarree, eine Feigenmarmelade, eine Ziegenfrischkäsecreme, sautierter Blattspinat und darauf ein mediterraner Brotchip. „Ein bodenständiges Gericht, modern interpretiert“, schwärmt sie.

Geübt hat sie nicht

Das Rezept reichte sie vorab ein, die Lebensmittel besorgte sie morgens am Aufnahmetag und brachte sie mit. Geübt habe sie aber nicht. „Dazu hatte ich gar keine Zeit. Aber als Köchin hat man ja ein Feingefühl dafür, wie etwas werden soll, und eine bildliche Vorstellung, wie der Löffel nachher aussieht.“

Zumal diese Kreation auch so auf der Speisekarte in ihrem Herbeder Restaurant an der Meesmannstraße 57 stehen könnte. Dort setze sie auf einen kreativen Kochstil, „künstlerisch und ein bisschen Vintage“. Sie serviert einige Gerichte auf schwarzen Schiefertafeln. „Da kann ich mich optisch anders austoben, der Spielraum auf einem Löffel ist ja begrenzt.“ Würde sie den TV-Kochkampf gewinnen, locken 50 000 Euro und eine Australien-Reise.

Es geht nicht um das Geld

Fängt man da nicht an zu träumen? Suri wiegelt ab: „Mir geht es wirklich nicht um das Geld. Daran darf man nicht denken, sonst setzt man sich zu sehr unter Druck.“

Ob die Kreation nun geschmeckt hat und Suri in die nächste Auswahlrunde kam, verrät sie nicht. Sie selbst nimmt morgen Abend den Laptop mit ins Restaurant an der Meesmannstraße und will dort gucken. „Ich kann doch nicht das Restaurant schließen!“ Gibt es dazu Lamm? Da lacht Suri Ramoska, gibt aber zu, jeden Tag für sich selbst zu kochen und zwar ausgefallene Speisen. „Ich bin mit Selbstgekochtem groß geworden, ich kenne das gar nicht anders.“ Dass sie mal eine Tiefkühlpizza in den Ofen schiebe, sei eine riesengroße Ausnahme. „Am liebsten gehe ich selbst gerne essen. In kleine Gastronomien, die mit Qualität punkten und mit Herz kochen.“

Das klingt nach ihrem stylischen Restaurant, von dem Suri schwärmt. Sie übernahm dort vor einem Jahr die Leitung, bietet modernisierte Ruhrpott-Küche an. „Das größte Kompliment ist, wenn die Teller leer zurück in die Küche kommen. Da geht mir das Herz auf.“

Auch interessant
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik